Wissenswertes - A
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Abkühlung
Abwind
Aerologie
Antizyklone
Atmosphäre
Ausstrahlung
Azorenhoch
Abkühlung
Die Lufttemperatur sinkt entweder durch Zufuhr (Advektion) von kühleren Luftmassen, z.B. nach Durchzug einer Kaltfront, oder durch nächtliche Ausstrahlung bei wolkenlosem Himmel und trockener Luft (mit Nebelbildung in der Folge). In der freien Atmosphäre kühlt sich ein "Luftpaket" ab, indem es gehoben wird (Ausdehnung durch geringeren Luftdruck in der Höhe). Verursacht wird die Hebung und die damit verbundene Wolkenbildung durch die Sonneneinstrahlung. Die Sonne erwärmt die Erdoberfläche, diese wiederum erwärmt die bodennahe Luft. Da warme Luft (geringere Dichte) leichter ist als kalte Luft, steigt die so erwärmte Luft (z.B. über einem Kornfeld) als "Thermikblase" auf. In den meisten Fällen aber erfolgt die Hebung von Luftmassen an Fronten. Auch an Geländehindernissen kann eine Luftmasse zur Hebung gezwungen werden (Stau am Gebirge). Infolge der Abkühlung steigt die relative Luftfeuchtigkeit bis 100% (kalte Luft kann weniger Feuchtigkeit aufnehmen als warme Luft) und der Wasserdampf kondensiert, es bilden sich Wolken. In weiterer Folge kann es zu Niederschlägen kommen.
Abwind
Abwärts gerichtete Luftströmung mit einer Geschwindigkeit von 0,1 m/s oder (geringer: Absinken); tritt im Bereich von Fronten, Schauer- und Gewitterwolken sowie im Lee überströmter Gebirge auf.
Aerologie
Die "Höhenwetterkunde" erforscht die freie Atmosphäre mit physikalischen Methoden und technischen Hilfsmitteln. Wetterballone (Radiosonden) tragen die Messinstrumente in die Atmosphäre, ein mitgeführter Sender überträgt laufend die Messdaten zur Erde. Aerologische Aufstiege mittels Radiosonden werden in der Regel zweimal täglich durchgeführt und messen Luftdruck, Temperatur, Feuchtigkeit und Wind bis in durchschnittlich 30 km Höhe. Meist werden noch zwei weitere Aufstiege ohne Messgeräte durchgeführt, die nur Winddaten (aus der Radarpeilung) liefern. Weltweit gibt es ca. 500 aerologische Aufstiegsstationen. In Österreich werden Radiosondenaufstiege von der Zentralanstalt für Meteorologie in Wien (Hohe Warte) und vom Flugwetterdienst an den Flughäfen in Innsbruck, Linz und Graz durchgeführt. Diese besonders für die Luftfahrt wichtigen Daten werden durch Fernmessungen von Satelliten aus ergänzt. Der Zustand der freien Atmosphäre kann auch vom Erdboden aus mittels Wind-Profiler gemessen werden.
Antizyklone
Andere Bezeichnung für ein Hochdruckgebiet mit einem Luftdruckwert im Zentrum von etwa 1025-1030 Hektopascal. Der höchste Luftdruck auf der Erde wurde bisher mit rund 1080 Hectopaskal in einem winterlichen Hoch über Sibirien gemessen. Gegensatz: Zyklone = Tiefdruckgebiet, mit Werten um 990-1000 Hectopascal.
Atmosphäre
Gashülle der Planeten, im Falle der Erde die Lufthülle. Die Atmosphäre besteht in der Troposphäre (bis 10 km Höhe) aus 78 Prozent Stickstoff, 21 Prozent Sauerstoff, 0,97 Prozent Edelgasen und 0,03 Prozent Kohlendioxid. Gase, die für die Erde lebenswichtig sind, denn sie beeinflussen die Strahlungsbilanz der Erdoberfläche. In ihr spielen sich wichtige physikalische Prozesse ab, die mit "Wetter und Klima“ zusammengefasst werden können. Die mittlere Schicht der Atmosphäre nennt man Stratosphäre (bis 50 km Höhe), in der sich die Ozonschicht befindet. Sie ist wolkenfrei und im wesentlichen windstill, jedoch sehr kalt (-50 bis –60°C). Die darüber liegende Mesosphäre weist Temperaturen von –80°C auf und reicht bis in 80 km Höhe. Von 80 bis 400 km breitet sich die Thermosphäre ins Weltall hinein.
Ausstrahlung
Die Wärmeabstrahlung der Erdoberfläche an die darüberliegenden Luftschichten bzw. der Atmosphäre selbst an den Weltraum. Ein Teil der von der Erdoberfläche an die Atmosphäre abgegebene Strahlung wird vom dort befindlichen Wasserdampf absorbiert und gelangt so als "Gegenstrahlung" wieder an die Erdoberfläche zurück. Im Durchschnitt verliert die Erde durch die (langwellige) Ausstrahlung genau soviel Wärme, wie sie durch die (kurzwellige) Einstrahlung von der Sonne her gewinnt. Bei klarer trockener Luft ist die Ausstrahlung am größten (Nachtfrost), bei dichter Bewölkung am geringsten.
Azorenhoch
Ein im Bereich der Azoren liegendes Hochdruckgebiet, das zum subtropischen Hochdruckgürtel des Nordatlantik zählt und als eines der "Aktionszentren" für das Wetter in Mitteleuropa eine wichtige Rolle spielt; mittlerer Luftdruck 1025 hPa. Oft Ausgangspunkt für längere Schönwetterlagen, besonders im Sommer; fördert aber auch zusammen mit dem "Islandtief" Westwettereinbrüche. Das Azorenhoch wird für uns immer dann wetterwirksam, wenn zwischen Neufundland und Island polare Luftmassen nach Süden vordringen und sein gewaltiges Warmluftreservoir bedrängen, sodass es nach Nordosten ausweicht - über die Iberische Halbinsel bis nach Mitteleuropa oder auch Skandinavien.




