Klimastudie
Heimische Lebensmittel besser für Umwelt, Klima und Wirtschaft
30.000 mehr Arbeitsplätze durch Kauf heimischer Lebensmittel - das ist das Ergebnis einer Untersuchung der Johannes Kepler Universität Linz, die im Auftrag der Österreichischen Hagelversicherung erstellt worden ist. In der Analyse werden jene aktuellen Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte gezeigt, die der vermehrte Konsum heimischer Produkte auslöst. Dazu erläutert der Studienleiter Univ.-Prof. DDr. Friedrich Schneider von der Johannes Kepler Universität Linz: „Unsere jüngsten Berechnungen zeigen: Wenn statt importierter Waren 30 Prozent mehr bäuerliche Produkte aus Österreich gekauft werden, steigt das BIP jährlich um rund 3,2 Milliarden Euro an und gleichzeitig werden dadurch 30.000 Arbeitsplätze geschaffen.“ Eine verstärkte Nachfrage nach heimischen Agrarprodukten wirke sich aber nicht nur auf die Beschäftigung positiv aus, so die Studie. „Die bewusste Entscheidung für im Inland produzierte Lebensmittel führt auch zu einer stärkeren Vertrauensbindung der Konsumenten an heimische Produkte. Diese Bindung ist gerade in der jetzigen Rezession ein stabilisierender Faktor für den Inlandsmarkt,“ ergänzte Schneider.
Dr. Kurt Weinberger, Generaldirektor der Österreichischen Hagelversicherung: „Gerade als Naturkatastrophenversicherer für die Landwirtschaft haben wir angesichts des Klimawandels ein existentielles Interesse an mehr Klimaschutz. Die von uns beauftragte Studie beweist, dass der vermehrte Konsum regionaler Lebensmittel nicht nur ein guter Lösungsansatz für den Klimawandel sondern auch für die gegenwärtige Wirtschaftskrise ist. Schon mehr als fünf Jahre werben wir als Wirtschaftsunternehmen für den verstärkten Kauf von heimischen Lebensmitteln. Unsere Kunden, Tausende österreichische Bauern, Winzer und Gärtner liefern Tag für Tag, auch an Sonn- und Feiertagen Produkte, die am point of sale (Verkaufsort) - und nicht tausende Kilometer entfernt - produziert werden: Wir werden daher aus umwelt- und gesellschaftspolitischer Verantwortung auf das PLUS von regionalen Lebensmitteln in unseren Kampagnen weiterhin konsequent aufmerksam machen."




