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27. April 2007

Schäden sind 2006 in Tirol um zwei Drittel gestiegen

Schäden sind 2006 in Tirol um zwei Drittel gestiegen

Innsbruck (27. April 2007). Das Jahr 2006 war in Tirol geprägt von zahlreichen Wetterkapriolen mit teils katastrophalen Ausmaßen. Vor allem Hagel, Dürre und Frost verursachten an landwirtschaftlichen Kulturen Millionenschäden. Die Anzahl der Schadensfälle erhöhte sich mit 686 (2005: 408) um 68 Prozent. Insgesamt wurden 1,5 Mio. EUR für Schadensfälle in Tirol aufgewendet“, erklärte Dr. Kurt Weinberger, Generaldirektor der Österreichischen Hagelversicherung. Österreichweit wurden 42 Mio. EUR an Entschädigungen geleistet. Die Zahlen zeigen deutlich, dass die zunehmenden Wetterextremereignisse ein aktives Risikomanagement in der Landwirtschaft immer unerlässlicher machen. Der agrarische Spezialversicherer hat sich in den vergangenen Jahren vom reinen Hagelversicherer zum umfassenden Partner der Bauern für sämtliche Wetterrisiken weiter entwickelt.

2006: 585 Hagelschäden in Tirol
Die Tiroler Hagelsaison begann am 16. Juni im Bezirk Imst und endete am 24. August in den
Bezirken Innsbruck-Land und Schwaz. Insgesamt langten 585 Hagelschadensmeldungen ein. In Summe wurden 2006 mehr als 3.500 Hektar landwirtschaftliche Fläche durch Hagel beschädigt.

Tirol: Mehrgefahrenversicherte Fläche stieg um 33 Prozent
Der Trend zur umfassenden Mehrgefahrenversicherung, die neben Hagel u.a. auch Frost, Trockenheit, Auswuchs, tierische Schädlinge und Überschwemmung abdeckt, hielt auch 2006 ungebrochen an. Die mehrgefahrenversicherte Fläche stieg um 33 Prozent auf 14.900 Hektar, die hagelversicherte Fläche um 26 Prozent auf 18.000 Hektar. 60 Prozent der Tiroler Ackerflächen sind hagelversichert und davon rund 65 Prozent mehrgefahrenversichert. „Die Versicherungssumme – jene Summe, für die der agrarische Spezialversicherer im Schadensfall haftet – stieg in Tirol um fast 13 Prozent auf rund 70 Mio. EUR“, unterstrich Weinberger.

2007: Ausweitung des Versicherungsschutzes
Als verlässlicher und starker Partner der Bauern haben wir auf die zunehmende Nachfrage nach noch umfassenderem Versicherungsschutz reagiert.

Neu: Qualitätsabsicherung bei Mais
Qualitativ einwandfreies Futter ist Voraussetzung für Höchstleistungen im Stall. Kolbenverpilzungen nach Hagelschlag vermindern die Futterqualität entscheidend. Ab heuer ersetzt die Hagelversicherung Schäden durch Kolbenfusarien nach Hagel an Körner- und Silomais ab dem Stadium „frühe Milchreife“.

Neu: Rinderversicherung ausgebaut
Aus verschiedenen Gründen passieren in jedem Rinder haltenden Betrieb unerwartete Verendungsfälle. In der Rinderversicherung sind Schlachttiere, die zur Gänze nicht verwertet werden können, sowie Totgeburten und Verendungsfälle infolge von Krankheit und Unfall versicherbar. Der Versicherungsschutz wurde heuer auch auf Almrinder ausgedehnt. Für den Zeitraum 15. Mai – 15. Oktober können vom Tierbesitzer in der "AGRAR Rind Alm" die mit Ohrmarkennummer an die Hagelversicherung bekannt gegebenen Rinder gegen Krankheiten (ausgenommen Seuchen), Transportunfälle, Nottötung oder Nichtverwertbarkeit von Schlachtkörpern, versichert werden.
Die Österreichische Hagelversicherung ist mittlerweile der größte Tierversicherer Österreichs.

Neu: Trockenheit 2007
Die Österreichische Hagelversicherung setzt ab heuer ein europaweit einzigartiges System zur Erhebung von Dürreschäden ein. Dabei wird der Wasserbedarf für jede versicherte Kultur unter Berücksichtigung von Temperatur, Wind, Strahlung, Luftfeuchtigkeit und den Entwicklungsstadien errechnet. Das Niederschlagsdefizit (Verhältnis Wasserbedarf zu Niederschlag) wird am Ende der Vegetationsperiode für jede versicherte Kultur ermittelt.

Rückfragehinweis:
Mag. (FH) Markus Simak, Leitung Kommunikation
Die Österreichische Hagelversicherung
Tel.: (+43 1) 403 16 81-48 oder 0664 827 20 55
simak@hagel.at

Zentrale in Wien
01 / 403 16 81 - 0
office@hagel.at

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