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20. August 2009

Zwischenbilanz Hagelschäden 2009

Die Natur schlägt zurück - so viele Hagelschäden wie noch nie
 
Mehr als 70 Millionen Euro Schaden, 180.000 Hektar geschädigte Fläche, rund 175 beschädigte Glas- und Folienhäuser lautet die erschreckende Hagelzwischenbilanz im heurigen Jahr – und die Unwettergefahr ist noch nicht vorbei.
 
Wien (Österreichische Hagelversicherung, 20.8.2009): „Noch nie in der Geschichte der Österreichischen Hagelversicherung gab es so viele Hagelschadensmeldungen wie im heurigen Jahr“, informiert Dr. Kurt Weinberger, Generaldirektor der Österreichischen Hagelversicherung. 18.919 Schadensmeldungen bis 19. August zeigen einen noch nie dagewesenen Negativrekord. Besorgniserregend ist, dass die Hagelschäden in der Landwirtschaft jährlich dramatisch zunehmen und sich die Schadensmeldungen somit seit 2005 mehr als verdreifacht haben (siehe Grafik).
 
Düstere Zukunft: Hagelschäden nehmen weiter zu
Der Klimawandel bringt auch mehr Wetterextreme mit sich. Die Wissenschaft bestätigt, dass die Hagelschäden in den nächsten Jahren tendenziell weiter steigen werden. Auch die Heftigkeit der Unwetter und Stürme wird noch zunehmen. Die Landwirtschaft mit ihrer Werkstatt unter freiem Himmel ist davon ganz besonders betroffen, da 80 % des Ertrages vom Wetter abhängen.
 
23. Juli: Beispielloses Hagelereignis mit schwersten Schäden
Von Mai bis Mitte August hat es an jedem vierten Tag gehagelt. Vor allem der Hagelzug vom 23. Juli, der von Vorarlberg über Salzburg und Oberösterreich bis nach Wien und ins östlichste Niederösterreich zog, hinterließ eine Spur der Verwüstung. In nur wenigen Stunden entstand allein in der Landwirtschaft ein Gesamtschaden von über 20 Millionen Euro. Die Hagelkörner erreichten mancherorts sogar die Größe von Tennisbällen und verursachten katastrophale Schäden an landwirtschaftlichen Kulturen und Glashäusern. 60.000 Hektar landwirtschaftliche Flächen wurden mit einem Schlag zerstört. Großflächig wurden Mais- und Getreideflächen arg in Mitleidenschaft gezogen, 175 Glashäuser wurden beschädigt und die Wiener Weinernte zum Teil vernichtet – so die erschreckende Bilanz des 23. Juli. In der Unternehmensgeschichte der Österreichischen Hagelversicherung gab es noch nie ein Einzelhagelereignis mit einem derartig katastrophalen Schadensausmaß. 
 
Schadenfotos erhalten Sie unter 01/4031681-55 bei Herrn Norbert Gindl.

 

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