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21. Januar 2010

Hagelversicherung: Klimawandel gefährdet sichere Zukunft für unsere Landwirtschaft

Utl.: Auf Initiative der Österreichischen Hagelversicherung zeigen erstmals internationale Experten bei einem Symposium in Wien auf, wie landwirtschaftliche Einkommen in der Zukunft umfassender abgesichert werden können.


Wien (Österreichische Hagelversicherung, 21. Jänner 2010): Die Welt ist derzeit mit einer Vielzahl von Problemen wie z.B. der Wirtschaftskrise und dem Klimawandel konfrontiert. „Die Wirtschaftskrise wird in einigen Jahren überwunden sein. Die Klimakrise mit einer weiteren Zunahme von Wetterextremereignissen aber bleibt. Allein in Österreich nahm in den letzten Jahren die Anzahl der Schäden durch Naturkatastrophen in der Landwirtschaft dramatisch zu. So hat sich die Zahl der Schadensmeldungen seit 2004 mehr als verdoppelt (siehe Chart 1). Kein anderer Sektor der Volkswirtschaft ist durch das steigende Unwetterrisiko in seiner Existenz so gefährdet wie die Landwirtschaft. Künftig werden daher erweiterte Agrarversicherungssysteme notwendig sein, um auf Dauer einen stabilen Agrarsektor auch in Österreich garantieren zu können. Ein internationaler Vergleich zeigt, dass Agrarversicherungssysteme weltweit eingesetzt werden, um die klima- und marktbedingt zunehmend schwankenden Einkommen der Landwirte auszugleichen“, erklärt Dr. Kurt Weinberger, Generaldirektor der Österreichischen Hagelversicherung.


Erstes internationales Agrarversicherungssymposium in Wien

Zum ersten Mal findet dazu in Wien auf Einladung der Österreichischen Hagelversicherung ein internationales Agrarversicherungssymposium statt. Top-Versicherungsexperten aus den USA, Südamerika und der EU geben den rund 300 Teilnehmern Einblick in die verschiedenen Agrarversicherungssysteme. „Angesichts des Klimawandels und stark schwankender Agrarpreise ist es gerade jetzt besonders wichtig, sich über die verschiedenen, möglichen Absicherungssysteme in der Landwirtschaft Gedanken zu machen. Gemeinsam mit Spitzenvertretern aus der Versicherungswirtschaft und der Agrarpolitik richtet sich der Blick bei dieser Konferenz auf die Zukunft der bäuerlichen Einkommensabsicherung“, begründet Weinberger die Initiative zu diesem Symposium.

Dass der Klimawandel zu einer nachweislichen Zunahme von Wetterextremereignissen in Form von Dürre, Überschwemmung, Hochwasser und Stürmen verbunden mit Hagelunwettern führt, spiegelt sich auch in den Aufzeichnungen eines der weltgrößten Rückversicherer, der Munich Re, wider. Demnach haben sich weltweit seit den 1960iger Jahren die Anzahl der großen Wetterkatastrophen verdoppelt, die volkswirtschaftlichen Schäden versiebenfacht und sich die versicherten Schäden um den Faktor 27 erhöht (siehe Chart 2).


Österreich: Eigenverantwortung der Bauern muss auf Grund des Klimawandels mit mehr staatlichem Engagement unterstützt werden
 

Neben Hagel deckt die Österreichische Hagelversicherung landwirtschaftliche Kulturen auch gegen viele andere Risiken wie Frost, Sturm, Dürre, Überschwemmung, Verwehung oder Auswuchs ab. Das österreichische Agrarversicherungssystem basiert zum Teil auf dem Private-Public-Partnership (PPP) Modell. So werden die Versicherungsprämien für die Risiken Hagel und Frost mit je 25 % durch den Bund und die einzelnen Bundesländer gefördert. „Die Wiederkehrperiode eines Schadensereignisses in der Agrarversicherung ist und wird klimabedingt noch viel kürzer als z.B. in der Sachversicherung. Ein Landwirt kann daher nur dann Eigenvorsorge betreiben, wenn es eine substantielle Prämienförderung gibt. Im Bereich der Hagel- und Frostversicherung haben wir durch die Private-Public-Partnership bereits viel geschaffen. Wir müssen uns bewusst sein, dass der Absicherung bei Risiken ohne Prämienzuschüsse gewisse Grenzen gesetzt sind. Eine Ausweitung der Deckung z.B. bei Dürre kann nur mit staatlicher Prämienförderung gemeinsam mit einem staatlichen Rückversicherungsschutz erfolgen. Nur unter diesen Bedingungen wird es auf Dauer für die Landwirtschaft und für die Versicherungswirtschaft  möglich sein, diese Wetterrisiken selbst zu managen“, so Weinberger resümierend aus dem Vergleich weltweiter Agrarversicherungssysteme.


VORTEILE EINES GEFÖRDERTEN AGRARVERSICHERUNGSSYSTEMS AUF EINEN BLICK:

• Nachhaltige Stabilisierung der gesamten Agrarwirtschaft - auch der vor- und nachgelagerten Betriebe
• Rechtsanspruch des Landwirtes auf Entschädigung
• Keine weiteren Verpflichtungen des Staates im Schadensfall
• PPP ist eine win-win-Situation für den Staat und die Landwirtschaft


Chart 1 - Anzahl Schäden
Chart 2 - Zunahme Naturkatastrophen


Zentrale in Wien
01 / 403 16 81 - 0
office@hagel.at

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