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2. März 2004

Steiermark: Entschädigungen sind 2003 um mehr als 40 Prozent gestiegen

Steiermark: Entschädigungen sind 2003 um mehr als 40 Prozent gestiegen

Graz (have; 2. März 2004). Das Jahr 2003 war in der Steiermark geprägt von zahlreichen Wetterkapriolen mit teils katastrophalen Ausmaßen. Vor allem Hagel und Dürre verursachten an landwirtschaftlichen Kulturen Millionenschäden. Die Entschädigungen stiegen um mehr als 40 Prozent. Insgesamt wurden rund 11 Millionen EUR für Schadensfälle in der Steiermark aufgewendet. Österreichweit wurden rund 43,4 Millionen EUR an Entschädigungen geleistet, das entspricht einer Steigerung um knapp 21 Prozent.
„Die Zahlen beweisen, dass aktives Risikomanagement für die Landwirte mit ihrer Werkstatt unter freiem Himmel unerlässlich geworden ist. Denn im Schadensfall sind sie versichert und haben Rechtsanspruch auf Entschädigung“, betonte Dr. Kurt Weinberger, Vorsitzender des Vorstandes der Österreichischen Hagelversicherung. Der agrarische Spezialversicherer hat sich in den vergangenen Jahren vom reinen Hagelversicherer zum umfassenden Partner der Bauern für sämtliche Wetterrisiken weiter entwickelt.

Katastrophenjahr 2003: Großflächige Schäden in der Steiermark

Die steirische Hagelsaison begann am 27. April im Bezirk Fürstenfeld und endete am 30. August ebenfalls in Fürstenfeld. Insgesamt langten 6.245 Schadensmeldungen ein (plus 57,4 Prozent). Die schwersten Hagelschläge gingen in den Bezirken Gleisdorf, Graz Umgebung, Weiz, Fürstenfeld, Leibnitz und Deutschlandsberg nieder. In Summe wurden 2003 mehr als 50.000 Hektar landwirtschaftliche Fläche durch Hagel beschädigt.
Ausbleibende Niederschläge und hohe Temperaturen führten in zahlreichen Regionen zum Teil zu erheblichen Trockenschäden. In der gesamten Steiermark gab es auch zahlreiche Auswinterungsschäden. Bei rund 300 Betrieben war ein Wiederanbau von Wintergerste notwendig. Insgesamt wurden 11 Millionen EUR für Schadensfälle aufgewendet.

Steiermark: Mehrgefahrenversicherte Fläche stieg um 20 Prozent

Der Trend zur umfassenden Mehrgefahrenversicherung, die neben Hagel u.a. auch Frost, Trockenheit, Auswuchs, tierische Schädlinge und Überschwemmung abdeckt, hielt auch 2003 ungebrochen an. Die mehrgefahrenversicherte Fläche stieg um 20 Prozent auf 61.936 Hektar, die hagelversicherte Fläche um sieben Prozent auf über 115.750 Hektar. Knapp 78 Prozent der steirischen Ackerfläche sind hagelversichert und davon rund 50 Prozent mehrgefahrenversichert. „Damit sind die steirischen Landwirte bei der Risikovorsorge bundesweit federführend. Die Versicherungssumme – jene Summe, für die der agrarische Spezialversicherer im Schadensfall haftet – stieg um mehr als 6,4 Prozent auf rund 331 Millionen EUR“, unterstrich Weinberger.

Auch 2004: Ausweitung des Versicherungsschutzes

Als verlässlicher und starker Partner der Bauern haben wir auf die zunehmende Nachfrage nach noch umfassenderem Versicherungsschutz reagiert. Die Haftung in der Mehrgefahrenversicherung für Grünland wurde 2004 auf männliche Rinder ausgeweitet, die Schadensabwicklung auf ein Minimum reduziert.
Bereits mehr als 73 Prozent der steirischen Weinfläche sind versichert. In der neuen Weinversicherung ist ab 2004 „Vermehrter Aufwand“, der zusätzliche Aufwendungen wie beispielsweise Ausdünnarbeiten und Leseerschwernis umfasst, zu einer günstigen Prämie versicherbar.

Neue Werbekampagne: „Halte unser Klima rein, kauf Produkte unsrer Bauern ein“

Der Klimawandel ist ein Faktum, das sagt die Wissenschaft. Die Bauern sind von den zunehmenden Wetterkapriolen infolge des Klimawandels zuerst und am stärksten betroffen. Die Österreichische Hagelversicherung hat daher ein existenzielles Interesse am Klimaschutz. Sie stiftet jährlich den Klimaschutzpreis für Journalisten und Wissenschafter, unterstützt Forschungsprojekte wie AustroClim und hat Ende Februar eine breit angelegte Werbekampagne für den Klimaschutz mit dem Slogan ‚Halte unser Klima rein, kauf Produkte unsrer Bauern ein’ gestartet. „Mit der neuen Kampagne verfolgen wir zwei Ziele. Erstens kann jeder Einzelne etwas gegen den Klimawandel tun, etwa bei der häufigsten Kaufentscheidung  – beim Kauf von Lebensmitteln. Wein oder Fleisch aus Österreich reisen nicht um die halbe Welt. Durch den Kauf regionaler Produkte mit kurzen Transportwegen kann jeder einen bedeutenden Beitrag leisten. Jeder eingesparte Kilometer schont die Umwelt, nützt dem Klima und damit uns allen. Zweitens wird auf die hervorragenden, regional erzeugten Lebensmittel der heimischen Landwirtschaft hingewiesen. Das sind Produkte unserer Kunden – Tausender heimischer Bauern, Winzer und Gärtner. Und diese Produkte sind insbesondere auch für den Klimaschutz unerlässlich. Und das wollen wir entsprechend kommunizieren“, appellierte Weinberger.

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