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9. März 2004

Burgenland: Entschädigungen sind 2003 um mehr als 30 Prozent gestiegen

Burgenland: Entschädigungen sind 2003 um mehr als 30 Prozent gestiegen

Eisenstadt (have; 9. März 2004). Das Jahr 2003 war im Burgenland geprägt von zahlreichen Wetterkapriolen mit teils katastrophalen Ausmaßen. Vor allem Frost, Hagel und Dürre verursachten an landwirtschaftlichen Kulturen Millionenschäden. Die Entschädigungen stiegen um 30 Prozent. Insgesamt wurden rund 7 Millionen EUR an die versicherten burgenländischen Landwirte ausbezahlt. Damit gelangten mehr Entschädigungen zur Auszahlung, als Prämien vereinnahmt wurden. In Summe langten 4.391 Schadensmeldungen ein. Österreichweit wurden rund 43,4 Millionen EUR für Schadensfälle aufgewendet, das entspricht einer Steigerung von knapp 21 Prozent.
„Die Zahlen beweisen, dass aktives Risikomanagement für die Landwirte mit ihrer Werkstatt unter freiem Himmel unerlässlich geworden ist. Denn im Schadensfall sind sie versichert und haben Rechtsanspruch auf Entschädigung“, betonte Dr. Kurt Weinberger, Vorsitzender des Vorstandes der Österreichischen Hagelversicherung. Der agrarische Spezialversicherer hat sich in den vergangenen Jahren vom reinen Hagelversicherer zum umfassenden Partner der Bauern für sämtliche Wetterrisiken weiter entwickelt.


Katastrophenjahr 2003: Großflächige Schäden im Burgenland

Die burgenländische Hagelsaison begann am 12. Mai im Bezirk Neusiedl am See und endete am 2. September in Apetlon. Die schwersten Hagelschläge gingen in den Bezirken Neusiedl am See und Oberpullendorf nieder. In Summe wurden 2003 mehr als 20.000 Hektar landwirtschaftliche Fläche durch Hagel beschädigt.
Ausbleibende Niederschläge und hohe Temperaturen führten in zahlreichen Regionen zum Teil zu erheblichen Trockenschäden. Rund 1.800 Schadensfälle auf 25.000 Hektar wurden gemeldet. Die Niederschlagsmenge im Nordburgenland betrug von Jänner bis Juni 2003 nur 150 Millimeter. Das bedeutet um 50 Prozent weniger als im langjährigen Durchschnitt. Die Trockenschäden betrafen vor allem Getreide, Körnererbse, Mais, Sonnenblume und Sojabohne. Im gesamten Burgenland gab es auch zahlreiche Frostschäden. Bei rund 650 Betrieben war damit ein Wiederanbau notwendig.


Burgenland: Mehrgefahrenversicherte Fläche stieg um zehn Prozent

Der Trend zur umfassenden Mehrgefahrenversicherung, die neben Hagel u.a. auch Frost, Trockenheit, Auswuchs, tierische Schädlinge und Überschwemmung abdeckt, hielt auch 2003  ungebrochen an. Die  mehrgefahrenversicherte Fläche stieg um rund zehn Prozent auf 83.634 Hektar, die hagelversicherte Fläche um drei Prozent auf 110.734 Hektar. 77 Prozent der  Ackerfläche   sind  somit hagelversichert und davon rund 80 Prozent mehrgefahren-versichert. „Damit sind die burgenländischen Landwirte bei der umfassenden Risikovorsorge bundesweit federführend. Die Versicherungssumme – jene Summe, für die der agrarische Spezialversicherer im Schadensfall haftet – stieg um neun Prozent auf rund 195 Millionen EUR“, unterstrich Weinberger.


Innovation 2004: Die neue Qualitätswein-Versicherung „Wein Select“

Mehr als 50 Prozent der Weinfläche Burgenlands sind hagelversichert. Für die zahlreichen Weinbauern, die sich der Produktion von Qualitätswein verschrieben haben, bietet die Österreichische Hagelversicherung seit 1. Jänner 2004 das neue Produkt „Wein Select“ zu einer günstigen Prämie an. Kommt es etwa zu späten Hagelschäden, wird neben dem bisher versicherbaren Mengenverlust „vermehrter Aufwand“ für die Weinbauern entschädigt, der zusätzliche Aufwendungen wie Ausdünnarbeiten und Leserschwernis umfasst.


Neue Werbekampagne: „Halte unser Klima rein, kauf Produkte unsrer Bauern ein“

Der Klimawandel ist ein Faktum, das sagt die Wissenschaft. Die Bauern sind von den zunehmenden Wetterkapriolen infolge des Klimawandels zuerst und am stärksten betroffen. Die Österreichische Hagelversicherung hat daher ein existenzielles Interesse am Klimaschutz. Sie stiftet jährlich den Klimaschutzpreis für Journalisten und Wissenschafter, unterstützt Forschungsprojekte wie AustroClim und hat Ende Februar eine breit angelegte Werbekampagne für den Klimaschutz mit dem Slogan ‚Halte unser Klima rein, kauf Produkte unsrer Bauern ein’ gestartet. „Mit der neuen Kampagne verfolgen wir zwei Ziele. Erstens kann jeder Einzelne dagegen etwas tun  z. B. bei der häufigsten Kaufentscheidung  – beim Kauf von Lebensmitteln. Wein oder Fleisch aus Österreich reisen nicht um die halbe Welt. Durch den Kauf regionaler Produkte mit kurzen Transportwegen kann jeder einen bedeutenden Beitrag zum Klimaschutz leisten. Jeder eingesparte Kilometer schont die Umwelt, nützt dem Klima und damit uns allen. Zweitens wird auf die hervorragenden, regional erzeugten Lebensmittel der heimischen Landwirtschaft hingewiesen. Das sind Produkte unserer Kunden – Tausender heimischer Bauern, Winzer und Gärtner. Und diese Produkte sind insbesondere auch für den Klimaschutz unerlässlich. Und das wollen wir entsprechend kommunizieren“, appellierte Weinberger.

 

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