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11. März 2004

Vorarlberg: Dreimal mehr Entschädigungen ausbezahlt als Prämien vereinnahmt

Vorarlberg: Dreimal mehr Entschädigungen ausbezahlt als Prämien vereinnahmt

 

Bregenz (have; 11. März 2004). Das Jahr 2003 war in Vorarlberg geprägt von zahlreichen Wetterkapriolen mit teils katastrophalen Ausmaßen. Vor allem Hagel verursachte an landwirtschaftlichen Kulturen schwere Schäden. Die hohe Anzahl an Schadensfällen führte dazu, dass dreimal mehr Entschädigungen zur Auszahlung gelangten als Prämien vereinnahmt wurden. Insgesamt wurden 712.000 EUR an die versicherten Landwirte Vorarlbergs ausbezahlt. Zwei Jahre in Folge mussten in Vorarlberg wesentlich höhere Entschädigungen geleistet werden als Prämieneinnahmen erzielt werden konnten. Österreichweit wurden rund 43,4 Millionen EUR für Schadensfälle aufgewendet, das entspricht einer Steigerung von knapp 21 Prozent.
„Die Zahlen beweisen, dass aktives Risikomanagement für die Landwirte mit ihrer Werkstatt unter freiem Himmel unerlässlich geworden ist. Denn im Schadensfall sind sie versichert und haben Rechtsanspruch auf Entschädigung“, betonte Dr. Kurt Weinberger, Vorsitzender des Vorstandes der Österreichischen Hagelversicherung. Der agrarische Spezialversicherer hat sich in den vergangenen Jahren vom reinen Hagelversicherer zum umfassenden Partner der Bauern für sämtliche Wetterrisiken weiter entwickelt.


Katastrophenjahr 2003: Großflächige Schäden in Vorarlberg


Die Hagelsaison 2003 begann in Vorarlberg Mitte Mai im Bezirk Bregenz und schloss Ende Juli im Rheindelta. Die schwersten Hagelschläge gingen in den Bezirken Bregenz und Dornbirn nieder. Betroffen waren neben Glas- und Folienhäusern vor allem Obst, Silomais, Kartoffeln, Gemüse, Freiflächen im Gartenbau sowie Grünland. Zudem wurden zahlreiche Tierschäden und einige Sturmschäden gemeldet.


Vorarlberg: Mehrgefahrenversicherte Fläche mehr als vervierfacht


Der Trend zur umfassenden Mehrgefahrenversicherung, die neben Hagel u.a. auch Frost, Trockenheit, Auswuchs, tierische Schädlinge und Überschwemmung abdeckt, hielt auch 2003  ungebrochen an. Die  mehrgefahrenversicherte Fläche stieg um 426 Prozent auf 2.357 Hektar, die hagelversicherte Fläche um 133 Prozent auf 3.016 Hektar. 65 Prozent der  Ackerfläche sind  somit hagelversichert und davon rund 43 Prozent mehrgefahrenversichert. „Vorarlbergs Landwirte haben die Gefahren durch  zunehmende Wetterkapriolen infolge des Klimawandels  rechtzeitig erkannt  und betreiben  immer  mehr  umfassende  Risikovorsorge. Die Versicherungssumme – jene Summe, für die der agrarische Spezialversicherer im Schadensfall  haftet – stieg  um 47 Prozent auf 18,7  Millionen EUR“, unterstrich Weinberger.


Mehrgefahrenversicherung für Grünland: Ab 2004 auch männliche Rinder versichert


Als verlässlicher und starker Partner der Bauern hat die Österreichische Hagelversicherung auf die zunehmende Nachfrage nach noch umfassenderem Versicherungsschutz reagiert. Neu ab 1. Jänner 2004 ist, dass auch Todesfälle bei männlichen Rindern gedeckt sind wurde Zudem wurde die Schadensabwicklung auf ein Minimum reduziert. „Mit der Erweiterung des Versicherungsschutzes auf männliche Rinder haben wir rechtzeitig auf die Nachfrage reagiert und einen weiteren wesentlichen Beitrag zur Sicherung des ländlichen Raumes geleistet“, ergänzte Weinberger.
Nirgendwo in Europa wird Rinder haltenden Grünlandbetrieben ein vergleichbares Produkt geboten. Die Rinderbauern sind von der Notwendigkeit der Risikoauslagerung überzeugt. Bis Ende Februar 2004 waren in Vorarlberg bereits mehr als 5.000 Rinder versichert. Das sind rund zwölf Prozent des gesamten Rinderbestandes.


Neue Werbekampagne: „Halte unser Klima rein, kauf Produkte unsrer Bauern ein“


Der Klimawandel ist ein Faktum, das sagt die Wissenschaft. Die Bauern sind von den zunehmenden Wetterkapriolen infolge des Klimawandels zuerst und am stärksten betroffen. Die Österreichische Hagelversicherung hat daher ein existenzielles Interesse am Klimaschutz. Sie stiftet jährlich den Klimaschutzpreis für Journalisten und Wissenschafter, unterstützt Forschungsprojekte wie AustroClim und hat Ende Februar eine breit angelegte Werbekampagne für den Klimaschutz mit dem Slogan ‚Halte unser Klima rein, kauf Produkte unsrer Bauern ein’ gestartet. „Mit der neuen Kampagne verfolgen wir zwei Ziele. Erstens kann jeder Einzelne dagegen etwas tun  z. B. bei der häufigsten Kaufentscheidung  – beim Kauf von Lebensmitteln. Wein oder Fleisch aus Österreich reisen nicht um die halbe Welt. Durch den Kauf regionaler Produkte mit kurzen Transportwegen kann jeder einen bedeutenden Beitrag zum Klimaschutz leisten. Jeder eingesparte Kilometer schont die Umwelt, nützt dem Klima und damit uns allen. Zweitens wird auf die hervorragenden, regional erzeugten Lebensmittel der heimischen Landwirtschaft hingewiesen. Das sind Produkte unserer Kunden – Tausender heimischer Bauern, Winzer und Gärtner. Und diese Produkte sind insbesondere auch für den Klimaschutz unerlässlich. Und das wollen wir entsprechend kommunizieren“, appellierte Weinberger.

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