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12. März 2004

Tirol: Entschädigungen im Jahr 2003 haben sich verdreifacht

Tirol: Entschädigungen im Jahr 2003 haben sich verdreifacht

 

Innsbruck (have; 12. März 2004). Das Jahr 2003 war in Tirol geprägt von zahlreichen Wetterkapriolen mit teils katastrophalen Ausmaßen. Vor allem Hagel verursachte an landwirtschaftlichen Kulturen Millionenschäden. Die Entschädigungen stiegen fast um das Dreifache. Insgesamt wurden 1,11 Millionen EUR an die versicherten Landwirte Tirols ausbezahlt. Damit gelangten mehr Entschädigungen zur Auszahlung als Prämien vereinnahmt wurden. In Summe langten 1.243 Schadensmeldungen ein. Österreichweit wurden rund 43,4 Millionen EUR für Schadensfälle aufgewendet, das entspricht einer Steigerung von knapp 21 Prozent.
„Die Zahlen beweisen, dass aktives Risikomanagement für die Landwirte mit ihrer Werkstatt unter freiem Himmel unerlässlich geworden ist. Denn im Schadensfall sind sie versichert und haben Rechtsanspruch auf Entschädigung“, betonte Dr. Kurt Weinberger, Vorsitzender des Vorstandes der Österreichischen
Hagelversicherung. Der agrarische Spezialversicherer hat sich in den vergangenen Jahren vom reinen Hagelversicherer zum umfassenden Partner der Bauern für sämtliche Wetterrisiken weiter entwickelt.


Katastrophenjahr 2003: Großflächige Schäden in Tirol


Die Hagelsaison 2003 begann in Tirol am 13. Mai in den Bezirken Innsbruck und Hall und endete am 18. August im Brixental. Die schwersten Hagelschläge gingen in den Bezirken Innsbruck, Schwaz und Kitzbühel nieder. In Summe wurden 2003 mehr als 12.000 Hektar landwirtschaftliche Fläche durch Hagel beschädigt. Betroffen waren vor allem Gemüse, Obst, Mais, Getreide, Grünland und Gärtnereien.
Stürme im Frühjahr und Herbst verursachten Schäden von rund 30.000 EUR, von der anhaltenden Trockenheit waren vor allem Mais und Kartoffel betroffen.


Tirol: Hagelversicherte Fläche stieg um 30 Prozent


Der Trend zur umfassenden Absicherung der landwirtschaftlichen Betriebe hielt auch 2003 ungebrochen an.  Die hagelversicherte Fläche stieg um 30 Prozent auf 10.630 Hektar und die Mehrgefahrenversicherung, die neben Hagel u.a. auch Frost und Trockenheit abdeckt,  stieg sogar um 80 Prozent auf 7.255 Hektar.  „Die  Landwirte in Tirol haben die Gefahren durch   zunehmende    Wetterkapriolen   infolge des  Klimawandels   rechtzeitig  erkannt  und
betreiben   immer   häufiger  umfassende  Risikovorsorge. Die   Versicherungssumme – jene Summe, für die der agrarische Spezialversicherer im Schadensfall haftet – stieg um 24 Prozent auf rund 51,8 Millionen EUR“, unterstrich Weinberger.


Tierversicherung: Ab 2004 auch männliche Rinder versichert


Als verlässlicher und starker Partner der Bauern hat die Österreichische Hagelversicherung auf die zunehmende Nachfrage nach noch umfassenderem Versicherungsschutz reagiert. Neu ab 1. Jänner 2004 ist, dass im Rahmen der Mehrgefahrenversicherung für Grünland auch Todesfälle bei männlichen Rindern gedeckt sind. Zudem wurde die Schadensabwicklung auf ein Minimum reduziert. „Mit der Erweiterung des Versicherungsschutzes auf männliche Rinder haben wir rechtzeitig auf die Nachfrage reagiert und einen weiteren wesentlichen Beitrag zur Sicherung des ländlichen Raumes geleistet“, ergänzte Weinberger.
Die Rinderbauern sind von der Notwendigkeit der Risikoauslagerung überzeugt. Bis Ende Februar 2004 waren in Tirol bereits mehr als 15.000 Rinder versichert. Das sind rund zehn Prozent des gesamten Rinderbestandes.


Neue Werbekampagne: „Halte unser Klima rein, kauf Produkte unsrer Bauern ein“


Der Klimawandel ist ein Faktum, das sagt die Wissenschaft. Die Bauern sind von den zunehmenden Wetterkapriolen infolge des Klimawandels zuerst und am stärksten betroffen. Die Österreichische Hagelversicherung hat daher ein existenzielles Interesse am Klimaschutz. Sie stiftet jährlich den Klimaschutzpreis für Journalisten und Wissenschafter, unterstützt Forschungsprojekte wie AustroClim und hat Ende Februar eine breit angelegte Werbekampagne für den Klimaschutz mit dem Slogan ‚Halte unser Klima rein, kauf Produkte unsrer Bauern ein’ gestartet. „Mit der neuen Kampagne verfolgen wir zwei Ziele. Erstens kann jeder Einzelne gegen den Klimawandel etwas tun  z. B. bei der häufigsten Kaufentscheidung  – beim Kauf von Lebensmitteln. Gemüse oder Fleisch aus Österreich reisen nicht um die halbe Welt. Durch den Kauf regionaler Produkte mit kurzen Transportwegen kann jeder einen bedeutenden Beitrag zum Klimaschutz leisten. Jeder eingesparte Kilometer schont die Umwelt, nützt dem Klima und damit uns allen. Zweitens wird auf die hervorragenden, regional erzeugten Lebensmittel der heimischen Landwirtschaft hingewiesen. Das sind Produkte unserer Kunden – Tausender heimischer Bauern, Winzer und Gärtner. Und diese Produkte sind insbesondere auch für den Klimaschutz unerlässlich. Und das wollen wir entsprechend kommunizieren“, appellierte Weinberger.

 

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