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15. September 2004

Studie bestätigt: „Mehr heimische bäuerliche Produkte – besser für Klima, Umwelt und Wirtschaft“– he

Studie bestätigt: „Mehr heimische bäuerliche Produkte – besser für Klima, Umwelt und Wirtschaft“


Wien (have, 15. September 2004). Eine von der Österreichischen Hagelversicherung beauf-tragte Studie der Johannes-Kepler-Universität in Linz quantifiziert erstmals die positiven Auswirkungen auf Klima, Umwelt und Wirtschaft, wenn mehr heimische bäuerliche Produkte mit kurzen Transportwegen gekauft werden.

Die Studie zeigt, dass durch den Transport von bäuerlichen Produkten nach Österreich externe (1) Kosten von rund 140 Millionen Euro jährlich verursacht werden. Kosten, die nicht von den Verursachern, sondern von der Allgemeinheit zu tragen sind. Außerdem wurden erstmals die volkswirtschaftlichen Wertschöpfungseffekte berechnet, wenn beispielsweise zur Kompensation für eingeführte Waren nur 10 Prozent mehr bäuerliche Produkte gekauft und 5 Prozent mehr Energie aus österreichischen nachwachsenden Rohstoffen verwendet werden. In diesem Fall steigt das BIP jährlich um rund 2,7 Milliarden Euro an. Gleichzeitig werden dadurch Tausende Arbeitsplätze geschaffen. Zusätzlich erfolgt durch den Einsatz von 5 Prozent heimischer erneuerbarer Energiequellen eine Schadenskostenreduktion von 70 Millionen Euro jährlich durch weniger CO2-Emmissionen.

„Somit ist erstmals wissenschaftlich attestiert, dass jeder einzelne durch den vermehrten Kauf bäuerlicher heimischer Produkte die Umwelt sowie das Klima schonen und die Wirtschaft stärken kann“, erklärte Dr. Kurt Weinberger, Vorstandsvorsitzender der Österreichischen Hagelversicherung, anlässlich der Präsentation der Studie „Mehr bäuerliche Produkte aus Österreich – besser für Klima, Umwelt und Wirtschaft“ von Univ.-Prof. Dr. Friedrich Schneider, Vizerektor der Universität Linz.

Klima und Umwelt bedeutende ökonomische Größen für Hagelversicherung

Das Thema Klima und Umwelt hat für die Österreichische Hagelversicherung als agrarischer Spezialversicherer eine bedeutende ökonomische Größe. Durch den Klimawandel nehmen Wetterextreme zu und verursachen enorme Schäden in der Landwirtschaft. 

„Als Naturkatastrophenversicherer der Landwirtschaft beschäftigen  wir uns daher mit den Fragen Klimawandel und Klimaschutz sehr konsequent. So stiften wir seit 2001 jährlich einen Klimaschutzpreis für Wissenschafter und Journalisten und sind selbst Klimabündnisbetrieb. Um die Konsumenten aufmerksam zu machen, dass jeder einzelne von uns einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann, haben wir heuer im Februar gemeinsam mit dem Landwirtschafts- und Umweltministerium eine breit angelegte Werbekampagne unter dem Motto „Halte unser Klima rein – kauf Produkte unserer Bauern ein“ gestartet“, betonte Weinberger.

Produkte der heimischen Bauern für Klimaschutz unerlässlich

Diese Umwelt- und Klima-Initiative verfolgt vor allem zwei Ziele: Einerseits sollte den Kon-sumenten bewusst werden, dass sie bei der häufigsten Kaufentscheidung – beim Kauf von Lebensmitteln – einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten können, indem sie wie-der vermehrt zu heimischen bäuerlichen Produkten greifen. Produkte aus der Region mit kurzen Transportwegen, die nicht um die halbe Welt gereist sind, schonen die Umwelt und nützen dem Klima. Andererseits wird mit dieser Kampagne auf die hervorragenden, regional erzeugten Lebensmittel der heimischen Landwirtschaft hingewiesen. „Das sind Produkte unserer Kunden – Tausender Bauern, Winzer und Gärtner. Und diese Produkte sind insbesondere auch für den Klimaschutz unerlässlich.
Also verdammen wir nicht den zunehmenden Verkehr, sondern ändern wir unser Konsumverhalten, das schont die Umwelt, nützt dem Klima und stärkt die heimische Wirtschaft“, so Weinberger.


1) Unter externe Kosten werden dazu die Kosten durch Unfälle, Lärm, Luftverschmutzung , Klimaveränderung, Natur & Landschaft, Zerschneidung städtischer Gebiete, Raumknappheit in städtischen Gebieten und zusätzliche Kosten durch Up- und Downstream-Prozesse sub-sumiert.

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