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6. Dezember 2004

Hagelversicherung: Mehr bäuerliche Produkte schonen die Umwelt, nützen dem Klima und schaffen Tausende Arbeitsplätze.

Hagelversicherung: Mehr bäuerliche Produkte schonen die Umwelt, nützen dem Klima und schaffen Tausende Arbeitsplätze.

Wien (have, 06. Dezember 2004). Eine von der Österreichischen Hagelversicherung beauftragte Studie der Johannes-Kepler-Universität in Linz quantifiziert erstmals die positiven Auswirkungen auf Klima, Umwelt und Wirtschaft, wenn mehr heimische bäuerliche Produkte mit kurzen Transportwegen gekauft werden. Mehr bäuerliche Produkte aus der Region reduzieren Umwelt- und Klimakosten um bis zu 100 Millionen Euro und schaffen 20.000 Arbeitsplätze. „Also verdammen wir nicht den Verkehr, ändern wir unser Konsumverhalten. Das schont die Umwelt, nützt dem Klima und stärkt die heimische Wirtschaft,“ appelliert Dr. Kurt Weinberger, Vorsitzender des Vorstandes der Österreichischen Hagelversicherung.


· 10 % mehr regionaler statt importierter Produkte schaffen 20.000 Arbeitsplätze und reduzieren Umweltkosten in Millionenhöhe


Die Studie bestätigt, dass durch den Transport von bäuerlichen Produkten nach Österreich Umwelt- und Klimaveränderungskosten (1) von rund 100 Millionen Euro jährlich verursacht werden. Kosten, die nicht von den Verursachern, sondern von der Allgemeinheit zu tragen sind. Außerdem wurden erstmals die volkswirtschaftlichen Wertschöpfungseffekte berechnet, wenn nur 10 Prozent mehr bäuerlicher statt importierter Produkte konsumiert und 5 Prozent mehr Energie aus österreichischen, nachwachsenden Rohstoffen verwendet werden. In diesem Fall steigt das BIP jährlich um rund 2,7 Milliarden Euro österreichweit an. Gleichzeitig werden dadurch 20.000 neue Arbeitsplätze geschaffen. Zusätzlich wird durch den Einsatz von 5 Prozent heimischer erneuerbarer Energiequellen eine Schadenskostenreduktion von 70 Millionen Euro jährlich durch weniger CO2-Emmissionen erreicht. „Somit ist erstmals wissenschaftlich attestiert, dass jeder einzelne durch den vermehrten Kauf bäuerlicher heimischer Produkte die Umwelt sowie das Klima schonen und die Wirtschaft stärken kann“, erklärte Dr. Kurt Weinberger anlässlich der Präsentation der Studie „Mehr bäuerliche Produkte aus Österreich – besser für Klima, Umwelt und Wirtschaft“ von Univ.-Prof. Dr. Friedrich Schneider, Vizerektor der Universität Linz.


· Klima und Umwelt bedeutende ökonomische Größen für Hagelversicherung

Das Thema Klima und Umwelt hat für die Österreichische Hagelversicherung als agrarischer Spezialversicherer eine bedeutende ökonomische Größe. Durch den Kli-mawandel nehmen Wetterextreme zu und verursachen enorme Schäden in der Landwirtschaft. „Als Naturkatastrophenversicherer der Landwirtschaft beschäftigen wir uns daher mit den Fragen Klimawandel und Klimaschutz sehr konsequent. So stiften wir seit 2001 jährlich einen Klimaschutzpreis für Wissenschafter und Journalisten und sind selbst Klimabündnisbetrieb. Um die Konsumenten aufmerksam zu machen, dass jeder einzelne von uns einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann, haben wir heuer im Februar gemeinsam mit dem Lebensministerium eine breit angelegte Werbekampagne unter dem Motto ‚Halte unser Klima rein – kauf Produkte unsrer Bauern ein’ gestartet,“ betonte Weinberger.

· Produkte der heimischen Bauern für Klimaschutz unerlässlich: Ändern wir unser Konsumverhalten

Diese Umwelt- und KlimaInitiative verfolgt vor allem zwei Ziele: Einerseits sollte den Konsumenten bewusst werden, dass sie bei der häufigsten Kaufentscheidung – beim Kauf von Lebensmitteln – einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten können, indem sie wieder vermehrt zu heimischen bäuerlichen Produkten greifen. Produkte aus der Region mit kurzen Transportwegen, die nicht um die halbe Welt gereist sind, schonen die Umwelt und nützen dem Klima. Andererseits wird mit dieser Kampagne auf die hervorragenden, regional erzeugten Lebensmittel der heimischen Landwirtschaft hingewiesen. „Das sind Produkte unserer Kunden – Tausender Bauern, Winzer und Gärtner. Und diese Produkte sind insbesondere auch für den Klima-schutz unerlässlich. Also verdammen wir nicht den zunehmenden Verkehr, sondern ändern wir unser Konsumverhalten, das schont die Umwelt, nützt dem Klima und stärkt die heimische Wirtschaft“, so Weinberger.

 

1) Unter Umwelt- und Klimaveränderungskosten versteht man die Kosten durch Unfälle, Lärm, Luftverschmutzung , Klimaveränderung, Natur & Landschaft, Zerschneidung städtischer Gebiete, Raum-knappheit in städtischen Gebieten und zusätzliche Kosten durch Up- und Downstream-Prozesse subsumiert.

 

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