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3. März 2005

Schäden sind 2004 in der Steiermark um mehr als 73 Prozent gestiegen

Graz (have; 3. März 2005). Das Jahr 2004 war in der Steiermark geprägt von zahlreichen Wetterkapriolen mit teils katastrophalen Ausmaßen. Vor allem Hagel verursachte an landwirtschaftlichen Kulturen Millionenschäden. Die Anzahl der Entschädigungen stieg um mehr als 70 Prozent. Insgesamt wurden rund 17,6 Millionen EUR für Schadensfälle in der Steiermark aufgewendet. Das ergibt einen Schadensverlauf von 120 Prozent, was bedeutet, dass 2004 um 20 Prozent mehr Schäden ausbezahlt als Prämien vereinnahmt wurden.„Die Zahlen beweisen, dass aktives Risikomanagement für die Landwirte mit ihrer Werkstatt unter freiem Himmel unerlässlich geworden ist. Denn im Schadensfall sind sie versichert und haben Rechtsanspruch auf Entschädigung“, betonte Dr. Kurt Weinberger, Vorsitzender des Vorstandes der Österreichischen Hagelversicherung. Der agrarische Spezialversicherer hat sich in den vergangenen Jahren vom reinen Hagelversicherer zum umfassenden Partner der Bauern für sämtliche Wetterrisiken weiter entwickelt.

Katastrophenjahr 2004: Großflächige Schäden in der Steiermark

Die steirische Hagelsaison begann am 2. Mai im Bezirk Feldbach und endete erst am 4. September im Bezirk Deutschlandsberg. Insgesamt langten 8.386 Schadensmeldungen ein (plus 34,28 Prozent). Die schwersten Hagelschläge gingen in den Bezirken Graz Umgebung, Voitsberg, Leibnitz, Radkersburg, Feldbach, Fürstenfeld, Weiz, Deutschlandsberg, Knittelfeld und Murau, nieder. In Summe wurden 2004 allein in der Steiermark rund 14.000 Hektar landwirtschaftliche Fläche durch Hagel beschädigt.Damit wurden rund 15 Prozent der versicherten Fläche durch Hagel geschädigt.

Steiermark: Immer mehr Landwirte versichert

Die Zunahme von Wetterextremereignissen in Folge des Klimawandels führt dazu, dass die Landwirte Wetterkapriolen durch noch umfassenderen Versicherungsschutz kalkulierbar machen. Die hagelversicherte Fläche stieg um 1,45 Prozent auf 117.431 Hektar. Damit sind in der Steiermark 78 Prozent der Ackerfläche hagelversichert. Auch der Trend zur Mehrgefahrenversicherung, die neben Hagel u.a. auch Frost, Trockenheit, Sturm, Auswuchs, tierische Schädlinge und Überschwemmung abdeckt, hielt 2004 ungebrochen an. Die mehrgefahrenversicherte Fläche stieg um rund 7 Prozent auf 66.017 Hektar, womit nun mehr als 50 Prozent der Flächen auch mehrgefahrenversichert sind.

Hagelversicherung mittlerweile auch größter Tierversicherer Österreichs

Seit zwei Jahren können tierhaltende Betriebe auch Todesfälle bei Rindern und Totgeburten versichern. Dieses Angebot wird außerordentlich gut angenommen:
Mehr als 42.000 steirische Rinder sind bereits versichert. Die Anzahl der versicherten Rinder stieg allein im Jahr 2004 um mehr als 53 Prozent. Somit ist die Hagelversicherung nicht nur größter Naturkatastrophenversicherer im Agrarsektor, sondern auch größter Tierversicherer Österreichs. „Wie notwendig die Tierversicherung ist, bestätigt die Statistik der Schadensfälle. Langjährigen Aufzeichnungen zufolge ereignen sich pro Jahr etwa 33.000 Todesfälle bei Rindern, 30.000 Totgeburten und 1.300 Almabstürze, die zumeist mit erheblichen Einkommensverlusten der betroffenen Landwirte verbunden sind“, betont Dr. Weinberger.

Kampagne für den Klimaschutz geht in die nächste Runde

Das Jahr 2004 war das Jahr mit den größten Naturkatastrophen. Und Forscher warnen davor, dass das alles nur der Anfang sein könnte. Die Bedrohung durch Naturkatastrophen wird nicht zuletzt deshalb größer, weil durch den von der Menschheit verursachten Klimawandel mit immer häufigeren Wetterextremereignissen zu rechnen sein wird. Der Agrarsektor mit seiner Werkstatt unter freiem Himmel ist von dieser Entwicklung durch den Klimawandel unmittelbar betroffen. Die Österreichische Hagelversicherung als Naturkatastrophenversicherer der Landwirtschaft hat durch den permanenten Anstieg von Schäden an landwirtschaftlichen Kulturen ein existenzielles Interesse an Klimaschutzmaßnahmen. „Deshalb starteten wir bereits im Feber 2004 eine breit angelegte Werbekampagne für den Klimaschutz mit dem Slogan ‚Halte unser Klima rein, kauf Produkte unsrer Bauern ein’. Sie erreichte mehr als 50 Millionen Leser, d.h. jeder erwachsene Österreicher wurde acht Mal auf diese Botschaft aufmerksam gemacht. Nun geht diese Kampagne für den Klimaschutz im Jahr 2005 mit der Unterstützung prominenter, österreichischer Meinungsbildner in die nächste Runde,“ erklärt Weinberger.

„Ich kaufe Lebensmittel aus Österreich...weil ich für unsere Bauern und für mehr Klimaschutz bin. Und Sie?“

Mit diesem Slogan setzen sich prominente Österreicher wie BM Josef Pröll, die Wetterlady Mag. Isabella Krassnitzer sowie Promigastronom Mario Plachutta gemeinsam für den Klimaschutz ein und unterstützen so die Klimaschutz-Initiative der Österreichischen Hagelversicherung. Mit dieser Kampagne soll vor allem Klima-Bewusstsein geschaffen werden. Denn der Klimawandel betrifft uns alle.

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