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18. Januar 2007

Kyrill zog Spur der Verwüstung

Schwere Schäden nach Orkannacht

Besonders betroffen waren Niederösterreich und Oberösterreich, wo es teilweise schwere Schäden gab.

Der Orkan "Kyrill" hat in Österreich in der Nacht auf Freitag besonders in den Bundesländern Ober- und Niederösterreich schwere Schäden angerichtet. In Oberösterreich wurden laut Landesfeuerwehrkommando mehr als 100 Häuser abgedeckt.

In Braunau in Oberösterreich gab es zwei schwer Verletzte. In St. Pölten zog der Sturm eine Spur der Verwüstung: entwurzelte Bäume, umgestürzte Plakatwände, geknickte Masten, Schäden an Dächern und Fassaden, großflächige Stromausfälle, mehrere evakuierte Häuser.

Bäume kappten Stromleitungen
Bäume fielen auch auf Stromleitungen, wodurch Zigtausende Haushalte ohne Strom blieben. Über 130.000 Haushalte waren allein in Oberösterreich betroffen.

Im gesamten nördlichen Flachgau gab es laut dem Salzburger Referat für Katastrophenschutz einen Stromausfall. Auf dem Salzburger Hauptbahnhof saßen rund 200 Passagiere fest, die nicht nach Deutschland weiterreisen konnten.

Spitzengeschwindigkeit von 216 km/h
Sie mussten die Nacht im Zug verbringen und wurden von den ÖBB und dem Roten Kreuz betreut, wie ein Sprecher mitteilte. Das Dach eines Bahnsteigs des Salzburger Hauptbahnhofs fiel darüber hinaus auf das Gleis.

In Niederösterreich erreichte der Wind Spitzengeschwindigkeiten von 140 km/h in den Leiserbergen im Weinviertel. In Wolfsegg in Oberösterreich wurden 148 km/h gemessen, in Gmunden 144 km/h. Auf dem Gaisberg in Salzburg erreichte der Orkan eine Geschwindigkeit von 216 km/h.

Katastrophenalarm in St. Pölten
Für die Stadt und den Bezirk St. Pölten wurde in den frühen Morgenstunden der Katastrophenalarm ausgelöst. Niederösterreichweit standen 5.000 Feuerwehrleute im Einsatz.

Zahlreiche Häuser wurden abgedeckt, etwa vier Gebäude einer Reihenhaussiedlung in Krems und das Gymnasium in Zwettl. In Tulln trug der Sturm unter anderem Teile der Fassade des Landesfeuerwehrkommandos ab. Verletzt wurde niemand.

Dutzende Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. Für die Familien wurden Notquartiere in Schulen eingerichtet.

Baum fiel auf Auto
In Oberösterreich gab es zwei schwer Verletzte. Ein Baum fiel im Bezirk Braunau auf ein fahrendes Auto, beide Insassen mussten ins Spital gebracht werden. Bei der oberösterreichischen Feuerwehr gingen rund um Mitternacht 10.000 Notrufe ein.

"Kein einziger Bezirk ist ohne Schaden geblieben", sagte der Sprecher des Landesfeuerwehrkommandos. 176 Feuerwehren waren im Einsatz. Auf Stromleitungen gefallene Bäume verursachten teilweise Brände. Auch Wälder standen in Flammen. In Nettingsdorf sei eine Schule abgedeckt worden.

Nur leichte Schäden in Wien
In Wien wurden zwar Spitzen von bis zu 130 km/h gemessen, die Schäden halten sich jedoch in Grenzen. Besonders die Bezirke Brigittenau, Floridsdorf und Donaustadt waren betroffen. Ungewöhnlich die Temperaturen: Gegen Mitternacht stiegen sie auf 18 Grad, gegen 3.00 Uhr fielen sie dann auf neun Grad.

Die meisten Bundesländer verschont
In Teilen Tirols kam es in der Nacht zu Stromausfällen.

Aus Kärnten wurden keine Schäden gemeldet.


Und auch das Burgenland wurde vom Orkan weitgehend verschont .Glimpflich zog der Sturm auch an Vorarlberg und der Steiermark vorüber.

"Normalbetrieb" auf Flughafen
Sieht man vom Dachaufbau des Airest-Gebäudes ab, hinterließ der Sturm auf dem Flughafen Wien-Schwechat ebenfalls nur geringe Schäden.

Die Betriebsfeuerwehr hatte von Mitternacht bis gegen 5.00 Uhr 17 Einsätze zu verzeichnen, teilte Sprecherin Brigitta Pongratz mit. Der Flughafenbetrieb in der Früh sei "normal". Drei Maschinen waren ausgefallen.

A1 gesperrt
Österreichweit waren zahlreiche Verkehrsverbindungen unterbrochen. Die Westautobahn (A1) war laut ÖAMTC Richtung Salzburg zwischen Mondsee und Thalgau sowie beim Knoten Haid und Knoten Voralpenkreuz gesperrt.

Mehrere Grenzübergänge nach Tschechien waren unpassierbar - unter ihnen war auch Wullowitz für den Lkw-Verkehr blockiert. Zahlreiche kleinere Bahnverbindungen waren wegen umgestürzter Bäume unterbrochen.

Bis Mittag ebt Wind ab
Auch zwischen Steindorf bei Straßwalchen und Golling verkehrte kein Zug

Bis Mittag bleibt es stürmisch - mit Sturmspitzen zwischen 80 und 110 km/h nördlich der Donau. Sturmentwarnung gibt es noch nicht, der Katastrophenalarm ist aber aufgehoben.

© www.orf.at

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