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11. November 2008

Umfassende Ernte- und Risikoversicherung in der Landwirtschaft - Land Oberösterreich erweitert Prämienunterstützung auf die Rinderhaltung

87 Prozent der Ackerflächen in OÖ versichert

Linz (10. November 2008): Die schweren Hagelunwetter des heurigen Jahres in Oberösterreich zeigen, wie wichtig umfassender Versicherungsschutz in der Landwirtschaft ist. Für die Absicherung des landwirtschaftlichen Ertrags steht den Bauern die Österreichische Hagelversicherung, Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit, zur Verfügung. Der Spezialist bietet ein breites Spektrum an Vorsorgemöglichkeiten gegen wetterbedingte Ernteschäden und versichert landwirtschaftliche Kulturen neben Hagel auch gegen Frost, Sturm, Dürre, Überschwemmung, Verwehung, Auswuchs u.a.m. Weiters werden auch Todesfälle von Rindern und Pferden in Deckung genommen.

3.290 Schadensmeldungen durch Hagel in Oberösterreich bedeuten heuer eine Zunahme gegenüber dem Vorjahr um fast 20 Prozent. Österreichweit gab es heuer mit 55 Hageltagen einen Rekord. Im Durchschnitt verzeichnete man in den vergangenen Jahren 44 Hageltage pro Jahr (siehe Grafik "Hageltage").

Oberösterreichs Bauern reagieren sehr professionell auf die Zunahme von Wetterextremereignissen. So sind mittlerweile 87 Prozent der Ackerflächen in Oberösterreich versichert. Gerade in den letzten Jahren hat die hagelversicherte Fläche deutlich zugenommen.

Die Hagelversicherungsprämie wird zu je 25 Prozent von Bund und Land bezuschusst. In Oberösterreich unterstützt das Land die Prämienzahlungen der bäuerlichen Versicherungsnehmer und wendet dafür jährlich 1,7 Millionen Euro auf.

Österreichische Hagelversicherung übernimmt Risiko
Ausweitung auf umfassende Ernte- und Risikoversicherung


Agrarlandesrat Dr. Josef Stockinger: „Die Absicherung gegen Hagelunwetter in der österreichischen Landwirtschaft wird für bäuerliche Betriebe von der öffentlich Hand unterstützt. Mit 87 Prozent der landwirtschaftlichen Flächen ist eine fast durchgängige Versicherung gegen Hagelunwetter in Oberösterreich gegeben."

Die Prämien werden für die Bauern mit 50 Prozent (je zur Hälfte durch Bund und Land OÖ) gestützt. Durch diesen Anreiz zur Eigenvorsorge bei Wetterrisken und den Einsatz von jährlich 1,7 Millionen Euro Landesgeld wird im Schadensfall für versicherbare Schäden kein Geld aus dem Katastrophenfonds an geschädigte, nicht versicherte Landwirte ausbezahlt. "Dieses System hat sich bewährt", sagt Landesrat Stockinger. "Die Sensibilität für die Risikovorsorge ist bei den Bauern vorhanden. Sie haben ihre Werkstatt unter freiem Himmel, eine Ernte – und damit ein Jahreseinkommen - kann binnen Stunden zerstört sein."

Ziel für Agrarlandesrat Stockinger ist eine umfassende Ernte- und Risikoversicherung mit der Österreichischen Hagelversicherung als Partner. "Im laufenden Health-Check öffnet das EU-Agrarsystem gerade angesichts der Klima-Entwicklung die Möglichkeiten für eine stärkere Risiko-Abdeckung", sagt Landesrat Stockinger.

Weiterer Grünland-Schwerpunkt durch das Land OÖ: Erweiterung der  Prämienförderung auf Rinderversicherung

Das Land Oberösterreich setzt zur noch umfassenderen Absicherung der bäuerlichen Betriebe einen weiteren Impuls. "Wir unterstützen die Bauern ab 1. Jänner 2009 auch in der Rinderhaltung, indem für diesen Produktionsbereich 25 Prozent der Prämie für die Rinderversicherung vom Land Oberösterreich übernommen werden", kündigt Agrarlandesrat Stockinger an.

Damit initiiert und leistet das Land Oberösterreich einen wertvollen Beitrag, einerseits zur Risikominimierung in der Grünlandwirtschaft, aber auch zur Absicherung der bäuerlichen Landwirtschaft insbesondere im Bergland. "Oberösterreich beweist damit einmal mehr Handschlagqualität gegenüber den Bauern und unterstreicht erneut den Anspruch, in der Agrarpolitik landesspezifische Maßnahmen für eine leistungsstarke und wettbewerbsfähige Landwirtschaft zu setzen", fasst Agrarlandesrat Stockinger zusammen.

Das Land Oberösterreich ist ein verlässlicher Partner der Bäuerinnen und Bauern. Landesrat Stockinger:" Stabile Rahmenbedingungen bei den politischen Entscheidungen sind für die Planungssicherheit unserer bäuerlichen Betriebe unentbehrlich."

Bestandesmanagement bei Rindern – Vorsorgegedanke steht im Vordergrund

Landwirtschaftskammerpräsident ÖR Hannes Herndl: „Der neue 25-prozentige Zuschuss des Landes OÖ zur Rinderversicherung ist ein weiterer wesentlicher Schritt zur Kostenentlastung für die Rinder- und Grünlandbauern. Damit soll die Teilnahme an dieser Versicherung bzw. das Ausmaß der Risikoabsicherung bei Rindern weiter angehoben werden. Die Rinderversicherung kann somit zu einem noch wirksameren Teil des unternehmerischen Risiko- und Bestandesmanagements in der Tierhaltung ausgebaut werden.“

Aus Gründen des Tierschutzes und auch aus wirtschaftlichen Überlegungen steht für die Rinder- und Milchbauern die Reduktion bzw. Minimierung von Tierausfällen im Vordergrund. Die bäuerlichen Nutztierhalter setzen daher von vornherein auf optimale Haltungsbedingungen durch moderne und tiergerechte Stalleinrichtungen, gesundheits- und leistungsgerechte Fütterung sowie eine optimale Bestandesbetreuung.

Ein wesentliches Instrument für die umfassende Gesundheits-vorsorge und ein optimiertes Bestandesmanagement bei Rindern ist die Teilnahme am Tiergesundheitsdienst. Mittlerweile sind rd. 63 Prozent des oberösterreichischen Rinderbestandes vom Tiergesundheitsdienst erfasst.

„Für die Bauern steht damit in der Tierhaltung der Vorsorgegedanke im Vordergrund. Die trotzdem noch verbleibenden wirtschaftlichen Risiken bei Tierausfällen können mit der nunmehr durch den oö. Landeszuschuss kostengünstigeren und wirtschaftlich attraktivierten Rinder-versicherung künftig noch besser als bisher abgesichert werden“, erklärt Kammerpräsident Hannes Herndl.

Hagelversicherung: Rinderversicherung immer stärker gefragt

Eine Absicherung des Rinderbestands ist seit 2003 bei der Österreichischen Hagelversicherung möglich. Immer mehr Rinderbauern sind vom breiten Versicherungsschutz der Rinderversicherung überzeugt. Sie deckt Verendungsfälle bei Rindern infolge von Unfall, Krankheit und Nottötung. Inkludiert sind auch Totgeburten sowie die Nichtverwertbarkeit von Schlachtkörpern. Dazu der Vorstandsvorsitzende der Österreichischen Hagelversicherung, Dr. Kurt Weinberger: „Ausfälle in der Rinderhaltung sind unvermeidbar. Die Zahlen sprechen für sich. Bereits mehr als 700.000 Rinder, das sind 35 Prozent des Gesamtrinderbestandes, sind hierzulande versichert. Damit sind wir der größte Tierversicherer Österreichs.“

Die Entschädigungsummen hängen vom Alter des verendeten Tieres ab und liegen zwischen EUR 120,-- und 520,--  (siehe Grafik "Rinderversicherung Entschädigung").

Neu ist ab 2009 auch eine Rinderversicherungsvariante, in der Totgeburten nicht versichert sind und das zu einer attraktiven Prämie.



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