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8. September 2006

Regionale Lebensmittel sind riesige Chance für Umwelt, Klima und steirischen Arbeitsmarkt

Vizerektor Univ. Prof. DDr. Friedrich Schneider, Uni Linz: 3.700 neue Arbeitsplätze in der Steiermark, wenn jeder zweite Verbraucher zu mehr heimischen Lebensmitteln greift. Landwirtschaftskammerpräsident Gerhard Wlodkowski verlangt mehr Konsumpatriotismus.


Brandaktuelle Studie im Auftrag der österreichischen Hagelversicherung. Die Studie basiert auf einer Befragung zum Verhalten der ÖsterreicherInnen im Zusammenhang mit dem Lebensmittelkonsum. In der Analyse werden die Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte gezeigt, die sich von den gesamten jährlichen Lebensmittelausgaben ableiten lassen. Dazu erläutert der Studienleiter Univ.-Prof. DDr. Friedrich Schneider: „In Österreich hat der Konsument bei einem Drittel der in den Supermärkten angebotenen Lebensmitteln die Wahl zwischen heimischen und importierten Waren (siehe GRAFIK). Entscheidet sich jeder zweite Verbraucher für das österreichische Produkt, ergibt sich in der Steiermark ein Beschäftigungspotenzial von 3.700 Arbeitsplätzen.“

Beschäftigungseffekte durch gezielte Kommunikation erzielbar. Der Vizerektor der Johannes Kepler Universität Linz ist auf Grund der Ergebnisse der Konsumentenbefragung optimistisch, dass diese Beschäftigungseffekte mit entsprechenden Kommunikationsmaßnahmen erzielbar sind. Denn:

· 60 % der Österreicher sind besonders stolz auf die in der Heimat produzierten Produkte.
· Zwei von drei Österreichern wollen ein reichhaltiges Angebot an heimischen Lebensmitteln.
· Für jeden zweiten Österreicher ist die Gentechnikfreiheit der Lebensmittel sehr wichtig.
· 80 % der Österreicher sind der Meinung, dass mit dem Kauf heimischer Lebensmittel nur kurze Transportwege entstehen und dadurch die Umwelt und das Klima geschont sowie die regionale Wirtschaft gestärkt
· Werbeslogans der Hagelversicherung sind bestens für Änderung des Konsumentenverhaltens geeignet („Halte unser Klima rein, Kauf Produkte unserer Bauern ein“ à 26% Bekanntheit)


Wlodkowski verlangt mehr Konsumpatriotismus, um 3700 neue Arbeitsplätze in der Steiermark zu schaffen. „Heimische Lebensmittel sind eine Riesenchance für Klima und Umwelt, für die regionale Wirtschaft und den steirischen Arbeitsmarkt“, unterstreicht Landwirtschaftskammerpräsident Gerhard Wlodkowski. Um die positiven Effekte eines vermehrten Konsums regionaler Lebensmittel – 3700 neue Arbeitsplätze allein in der Steiermark , Umwelt- und Klimaschutz, Stärkung der regionalen Wirtschaft – tatsächlich zu erzielen,  appelliert der Kammerpräsident an eine verstärkten Konsumpatriotismus bei Herrn und Frau Österreicher. Wlodkowski: „Diese Studie zeigt eindrucksvoll, dass trotz Globalisierung jeder aktiv mithelfen kann, wenn es darum geht Arbeitsplätze zu sichern, Kaufkraftabflüsse zu verhindern und das Klimarisiko zu senken“.

Heimische Lebensmittel sind sicher und streng kontrolliert. „Die heimischen Bauern sind Garanten dafür, dass regionale Lebensmittel nach höchsten europäischen Standards hergestellt werden. Heimische Lebensmittel sind daher vollkommen sicher. Die Lebensmittelproduktion in Österreich ist Schritt für Schritt nachvollziehbar und zusätzlich streng kontrolliert“, unterstreicht Wlodkowski. Und weiter: „Österreich hat eines der sichersten Systeme der Lebensmittelproduktion, was für die Bauern zusätzliche Anstrengungen und zusätzliche Kosten bedeutet“.

Steiermark ist Spezialitäten-Land und zeichnet sich durch Lebensmittelvielfalt aus. „Die Steiermark ist ein Spezialitäten-Land und gleichzeitig ein Land der Lebensmittelvielfalt“, freut sich Wlodkowski über die Innovationskraft der steirischen Bäuerinnen und Bauern. „Die Steiermark ist bekannt für ihr grünes Gold, dem steirischen Kürbiskernöl. Die Weinbauern keltern Topweine, die international mithalten können. Das heimische Rind-, Schweine- und Lammfleisch kann sich sehen lassen. Viele Bauern setzen auf Markenfleisch wie Almo, Styria-Beef und vor allem auf das rot-weiß-rote AMA-Gütesiegel. Die Milchbauern sorgen für täglich frische Milch in den Regalen. Die Direktvermarkter übernehmen immer mehr die Nahversorgung und im Biolandbau sind wir im europäischen Spitzenfeld“, zeigt der Kammerpräsident einige Highlights der heimischen Landwirtschaft auf.


Hagelversicherung setzt Werbung für heimische Lebensmittel fort. Mag. (FH) Markus Simak, Kommunikationsleiter der Österreichischen Hagelversicherung: „Unser Werben für die Weltklasseprodukte unserer Kunden – Tausende Bauern, Winzer und Gärtner – starteten wir bereits erfolgreich vor zwei Jahren. Auch unsere aktuelle Werbekampagne `Papa, ich habe einen Job für dich! – Kaufen Sie 10 % mehr regionale, bäuerliche Produkte – Sie schaffen Tausende Arbeitsplätze und schützen das Klima.´ weist auf die positiven Effekte der verstärkten Nachfrage nach heimischen Lebensmitteln mit kurzen Transportwegen hin.“
Den Berechnungen der Linzer Kepler Universität zufolge führt ein verstärkter Konsumpatriotismus auch zu einer enormen Umweltentlastung: Durch den Kauf von 10 % mehr regionalen Lebensmitteln müssen diese Waren statt durchschnittlich 1700 km weit nur noch 150 km weit transportiert werden. „Die Ergebnisse der von uns beauftragten Studie zeigen deutlich den Mehrwert von regionalen Produkten für Umwelt, Klima und Wirtschaft. Als Naturkatastrophenversicherer der Landwirtschaft haben wir angesichts des Klimawandels ein existenzielles Interesse an mehr Klimaschutz. Wir werden unser Engagement in diesem Bereich daher konsequent fortsetzen“, so Simak abschließend.


Kontakt: Mag. Rosemarie Wilhelm, Tel. 0316/8050-1280, FaxDW 1512, rosemarie.wilhelm@lk-stmk.at

 

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