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5. August 2008

Hagelversicherung: 2008 katastrophale Hagelschäden

Erste Zwischenbilanz: 70 Millionen Euro Schaden in der Landwirtschaft
 
Wien (Österreichische Hagelversicherung; 5. August 2008). „Bis zum heutigen Tag sind über 16.000 Schadensmeldungen bei der Österreichischen Hagelversicherung eingegangen. Das bedeutet eine Zunahme gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 21 Prozent. Hagelunwetter haben bereits über 100.000 ha landwirtschaftliche Flächen massiv in Mitleidenschaft gezogen. Der Gesamtschaden beträgt bisher rund 70 Mio. Euro“, zieht der Generaldirektor der Österreichischen Hagelversicherung, Dr. Kurt Weinberger, eine erste Zwischenbilanz für das Jahr 2008. Diese Zahlen zeigen wie sehr die Landwirtschaft in Österreich und damit die Österreichische Hagelversicherung als deren Versicherer von den katastrophalen Hagelunwettern betroffen sind.
 
Mai bis Juli 2008: Jeden 3. Tag Hagel
In allen Bundesländern hat es heuer schon heftig gehagelt. Dadurch sind massive Schäden an sämtlichen Ackerkulturen, Obst, Gemüse, Wein sowie im Grünland entstanden. Welches Risiko der Hagel für die Landwirtschaft darstellt zeigt uns die Statistik: „32 Hageltage gab es heuer bereits - das heißt von Mai bis Juli hagelte es durchschnittlich jeden 3. Tag“, skizziert Weinberger die tägliche Bedrohung für die Bauern mit ihrer Werkstatt unter freiem Himmel. Von den bisher 32 Hageltagen der vergangenen Monate sticht der 11. Juni 2008 besonders hervor: tennisballgroße (!) Hagelschloßen in der Oststeiermark verursachten Schäden in Höhe von rund 8 Millionen Euro. Bisher sind über 16.000 landwirtschaftliche Betriebe in ganz Österreich von Hagelschäden betroffen, d.h. jeder zehnte Landwirt.
 
Österreichs Landwirte agieren professionell – versicherte Fläche stieg um 5 %
Die Schadensintensität im heurigen Jahr zeigt die Notwendigkeit einer rechtzeitigen Risikovorsorge. Die kontinuierliche Zunahme der versicherten Fläche bestätigt, dass die Bauern über das nicht steuerbare Wetter – und so um das enorme Existenzrisiko Bescheid wissen. Im Jahr 2008 stieg die versicherte Fläche von 1.158.000 Hektar um 5 % auf 1.217.000 Hektar. In Österreich sind damit 84 % der Ackerflächen und 68 % der Weinflächen hagelversichert.
 
Klimawandel: Folgen für die Landwirtschaft
2006 massive Auswinterungen, 2007 enorme Hagel- und Dürreschäden, 2008 katastrophaler Hagel – die Landwirte sehen sich mit großen Veränderungen konfrontiert. Sie erleben die Folgen des Klimawandels Jahr für Jahr hautnah mit. Die schon jetzt darunter leidende Landwirtschaft muss sich aber nach Prognosen namhafter Klimaforscher auf eine weitere Zunahme von Wetterextremereignissen einstellen. Im Wissen um diese Entwicklung wird die Österreichische Hagelversicherung auch in Zukunft trotz der dramatischen Schadensentwicklung ihren Weg beibehalten, nämlich den Landwirten umfassenden Versicherungsschutz anzubieten. „Wir werden mit unserer breiten Produktpalette weiter wachsen. Die darin zugrunde liegende Strategie der Risikostreuung, d.h. über Hagel hinaus auch andere Risiken wie Dürre, Auswuchs, Sturm, etc. zu versichern, ist unsere Antwort auf die zunehmenden Schäden“, so Weinberger abschließend.
 
Anhänge:
Anzahl Hagelschäden


Rückfragehinweis:
Österreichische Hagelversicherung, DI Sabine Kamraner-Köpf, T. 01 – 4031681 18, kamraner@hagel.at

 

Zentrale in Wien
01 / 403 16 81 - 0
office@hagel.at

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