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1. August 2005

Zwischenbilanz 2005

Hagelunwetter in TirolSchäden gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen

Bedeutung der Mehrgefahrenversicherung nimmt durch Vielfalt der Wetterextreme massiv zu

Wien (Hagelversicherung; 1. August 2005). Bis zum heutigen Tag sind bei der Österreichischen Hagelversicherung 10.650 Schadensmeldungen eingegangen. Das bedeutet um 11 % mehr Schäden in der Landwirtschaft im Vergleich zum Vorjahr. Massiv zugenommen haben die Elementarschäden, wo es mit mehr als 5.000 Schadensfällen eine Verdreifachung der Schadensereignisse gibt. Auffallend ist heuer vor allem die Vielfalt der Schäden. „Bis jetzt sind neben Hagel schon nahezu alle Wetterextreme aufgetreten, die für den landwirtschaftlichen Betrieb ein Risiko darstellen, wie Schneedruck, Frost, Trockenheit, Überschwemmung oder Auswuchs“, stellte der Vorstandsvorsitzende der Österreichischen Hagelversicherung, Dr. Kurt Weinberger, in einer Zwischenbilanz des Jahres 2005 fest. Die Schäden in der Landwirtschaft betragen bis heute bereits über 30 Millionen Euro. Insgesamt sind knapp 100.000 Hektar landwirtschaftliche Fläche betroffen.

Hagelsaison 2005 gepaart mit Frost, Überschwemmung, Auswuchs und Trockenheit

Die ersten Schäden des Jahres 2005 traten noch in der kalten Jahreszeit durch Schneedruck bei Glashäusern auf. Im April machten Frostschäden im Ackerbau in Niederösterreich den Wiederanbau von mehreren tausend Hektar notwendig. Im Burgenland und in Teilen Niederösterreichs setzte Trockenheit der Landwirtschaft zu und verursachte Ertragsausfälle bei Getreide. Regenmengen von bis zu 80l/m2  innerhalb einiger Stunden führten in Salzburg und in der Steiermark zu erheblichen Überschwemmungsschäden im Grünland. Im Osten Österreichs kam es aufgrund anhaltender Niederschläge zu Auswuchsschäden. Von den bisher 30 Hageltagen der vergangenen Monate sticht der 16. Juli 2005 in der Steiermark besonders hervor: tennisballgroße (!) Hagelschloßen in den Bezirken Graz-Umgebung, Liezen und Weiz verursachten Schäden in der Höhe von rund 2,5 Millionen Euro. Bisher sind von den Unwettern über 10.000 Betriebe in ganz Österreich betroffen. In  nahezu allen Bezirken Österreichs führten Wetterextremereignisse zu Ertragsausfällen in der Landwirtschaft. 

Österreichs Landwirte agieren professionell – versicherte Fläche steigt weiter

Die Schadensvielfalt im heurigen Jahr beweist die Notwendigkeit einer umfassenden Risikovorsorge. Die kontinuierliche Zunahme der versicherten Fläche bestätigt, dass die Bauern über das nicht steuerbare Wetter – und so um das enorme Existenzrisiko bescheid wissen. In Österreich sind mittlerweile 82 % der landwirtschaftlichen Flächen hagelversichert und bereits 60 % davon mehrgefahrenversichert, d.h. über Hagel hinaus z.B. gegen Frost, Überschwemmung, Trockenheit und andere mehr. „Für das heurige Jahr erwarten wir einen Zuwachs bei der versicherten Fläche von 2,6 %. Die Landwirte reagieren damit professionell auf die Zunahme von Unwetterschäden,“ resümiert Dr. Weinberger.

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