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22. Juni 2004

Klimawandel: Hauptbetroffener ist die Landwirtschaft


Landwirtschaft für Lösung des Klimaproblems unerlässlich

Wien (have; 22.06.04) Am Abend des 21. Juni 2004 lud die Österreichische Hagelversicherung in Kooperation mit der Burgenländischen Landesregierung und der Burgenländischen Landwirtschaftskammer zur Enquete ‚Klimawandel – Herausforderung für die Landwirtschaft?’ in das Informationszentrum Neusiedlersee – Seewinkel. Hochkarätige Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Agrarpolitik waren einhelliger Meinung, dass die Landwirtschaft mit ihrer Werkstatt unter freiem Himmel Hauptbetroffener und zugleich unverzichtbarer Problemlöser des Klimawandels ist.

Wissenschaft bestätigt Zunahme von Wetterextremereignissen

Univ.-Prof. Josef Eitzinger vom Institut für Meteorologie an der Universität für Bodenkultur bestätigte in seinem Impulsreferat die Zunahme von Wetterextremereignissen wie Hitze, Hochwasser und Dürre in Österreich: „Bei uns in Österreich ist im vergangenen Jahrhundert die Durchschnittstemperatur um bis zu 2° Celsius gestiegen. Der Klimawandel infolge der Erderwärmung verursacht nicht nur erhöhte Temperaturen und Dürreperioden sondern auch intensivere Niederschläge durch erhöhte Verdunstung. Die Auswirkungen auf die Landwirtschaft sind vielfältig: Die Erträge werden geringer und die Gefährdung durch Extremereignissen wie Dürre und Hagel steigt“.

Chancen für Land- und Forstwirtschaft nutzen

Der Beitrag der Landwirtschaft zur Lösung des Klimaproblems ist für Paul Rittsteuer, Landesrat der Burgenländischen Landesregierung, unverzichtbar geworden: „Biomassenutzung und die nachhaltige bäuerliche Landwirtschaft spielen im Kampf gegen den Klimawandel eine entscheidende Rolle. Im Bundesländervergleich liegt das Burgenland mit derzeit 37 Biomasse-Fernwärmeanlagen mit 62 Megawatt Fernwärmeleistung pro Einwohner im Bundesländervergleich an zweiter Stelle. Die Landwirtschaft leistet mit der Produktion hochwertiger Produkte aus der Region zudem einen wichtigen Beitrag zur Verkehrsentlastung“.

 

 


Franz Stefan Hautzinger, Präsident der Burgenländischen Landwirtschaftskammer, sieht in der Biokraftstoff-Richtlinie der Europäischen Union – bis zum Jahr 2002 ist ein Ersatz der herkömmlichen Kraftstoffe im Straßenverkehr von 20 Prozent durch alternative Kraftstoffe vorgesehen - neue Chancen für die Landwirtschaft: „Damit wurden die rechtlichen Rahmenbedingungen geschaffen. Bis zum Jahr 2010 sollen 5,75 Prozent der fossilen Kraftstoffe durch Biokraftstoffe ersetzt werden. Die Burgenländische Landwirtschaftskammer hat bereits einen Beitrag gegen den Klimawandel geleistet, sie wurde vor kurzem als erster Klimabündnisbetrieb des Burgenlandes ausgezeichnet“
.
Dr. Kurt Weinberger, Vorsitzender des Vorstandes der Österreichischen Hagelversicherung, appellierte an die Konsumenten, ihre Einkaufsgewohnheiten mit langen Transportwegen kritisch zu hinterfragen: „Verdammen wir nicht den Verkehr, sondern überdenken wir unser Konsumverhalten. Mit unserer Klimaschutz-Initiative ‚Halte unser Klima rein, kauf Produkte unsrer Bauern ein’ wollen wir Bewusstsein schaffen: Der Klimawandel trifft uns alle! Jeder einzelne kann dagegen etwas tun z.B: bei der häufigsten Kaufentscheidung beim Kauf von regional erzeugten Lebensmitteln. Das sind Produkte unserer Kunden, tausender Österreichischer Bauern, Winzer und Gärtner. Diese Produkte sind auch für den Klimaschutz unerlässlich. Und das wollen wir entsprechend kommunizieren“.

Dr. Andreas Steidl, Leiter des Qualitätsmanagements bei Billa & Merkur unterstrich, dass für die Marke Ja!Natürlich in erster Linie auf heimische Produkte wegen ihrer hohen Qualität und verringerter Transportwege zurückgegriffen werde.

 

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