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26. April 2011

Neueste Umfrage der Hagelversicherung: ÖsterreicherInnen kaufen mehr heimische Lebensmittel

Wien (26. April 2011): Im Auftrag der Österreichischen Hagelversicherung untersuchten das market Institut und die Linzer Johannes Kepler-Universität das Einkaufsverhalten der ÖsterreicherInnen bei Lebensmitteln und dessen volkswirtschaftliche Effekte. Sehr erfreulich sind der gestiegene Konsumpatriotismus und das Wissen der VerbraucherInnen um die positiven Auswirkungen österreichischer Produkte auf Klima, Umwelt und Wirtschaft:

 

  • Ein Drittel kauft mehr heimische Lebensmittel als vor fünf Jahren
  • 91 Prozent sind überzeugt, dass der Kauf von heimischen Lebensmitteln Arbeitsplätze sichert
  • 66 Prozent legen großen Wert auf klimafreundliche Produkte mit kurzen Transportwegen
  • 78 Prozent bevorzugen das heimische Produkt, auch wenn es teurer ist
  • Durch diese zusätzliche Zahlungsbereitschaft der ÖsterreicherInnen würde sich das BIP um 1,7 Mrd. Euro erhöhen und 15.000 Arbeitsplätze würden geschaffen werden

Hagelversicherung: Existentielles Interesse an mehr Klimaschutz durch mehr heimische Lebensmittel

„Die Österreichische Hagelversicherung als Naturkatastrophenversicherer ist vom Klimawandel unmittelbar betroffen. Der Klimawandel bedeutet eine Zunahme von Wetterextremereignissen. Wir haben daher ein existentielles Interesse an mehr Klimaschutz durch mehr heimische Lebensmittel mit kurzen Transportwegen. Als erstes Wirtschaftsunternehmen in Österreich ergriffen wir bereits vor acht Jahren die Initiative, für den Kauf von regionalen, klimafreundlichen Lebensmitteln zu werben. Wir zeigten damit die doppelte Wirkung beim Kauf österreichischer Lebensmittel auf. Einerseits trägt man durch kurze Transportwege zum Klimaschutz bei und andererseits stärkt man die heimische Wirtschaft durch die Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen,“ betont Dr. Kurt Weinberger, Vorstandsvorsitzender der Österreichischen Hagelversicherung.

Berlakovich: Regionale Lebensmittel haben den entscheidenden Heimvorteil

„Mit unserer Orientierung auf Qualität und Regionalität haben wir auf das richtige Pferd gesetzt: Die Umfragen bestätigen das und geben uns gleichzeitig den Auftrag, diesen Weg der Agrarpolitik konsequent weiterzuverfolgen. Es gilt, mit einer regionalen Produktvielfalt die Wettbewerbsfähigkeit unserer kleinstrukturierten Landwirtschaft zu stärken“, betont Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich. „Damit die Konsumentinnen und Konsumenten eine gezielte Auswahl treffen und sich für heimische Lebensmittel entscheiden können, ist eine entsprechende Kennzeichnung von entscheidender Bedeutung. Wir sind mit dem AMA Gütesiegel und AMA Biozeichen gut aufgestellt. Allein im Rindfleischbereich gibt es darüber hinaus 60 Regionalprogramme, die über die AMA Marketing abgesichert werden. Das Lebensministerium punktet außerdem in Gastronomie und Tourismus mit der erfolgreichen Initiative Genuss Region Österreich (GRÖ), mit deren Leitprodukten 133 Mio. Euro Umsatz erwirtschaftet und 22.600 Arbeitsplätze gesichert werden“, so Berlakovich.

„Generell müssen Lebensmittel wieder mehr Wert bekommen. Nimm drei, zahl zwei und wirf mindestens eines weg, ist der falsche Weg. Deswegen hat das Lebensministerium die Initiative ‚Lebensmittel sind kostbar’ gestartet, die sich mit Strategien und Maßnahmen zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen beschäftigt“, so Berlakovich, der Programme wie „Urlaub am Bauernhof“ forciert, damit bereits Kinder den Wert von regionalen und saisonalen Lebensmitteln schätzen lernen.

Bemerkenswerte Ergebnisse

Dr. Werner Beutelmeyer, Leiter des Marktforschungsinstitutes market zu den konkreten Ergebnissen der Meinungsumfrage: „Dass sich bei 33 Prozent der Befragten ein Konsumwandel weg vom weitgereisten hin zum österreichischen, klimafreundlichen Produkt mit kurzen Transportwegen vollzogen hat, ist ein beachtliches Ergebnis und beweist den Erfolg dahingehender Initiativen wie beispielsweise jene der Hagelversicherung. Zwei auffällige Motive beim Lebensmittelkauf sind die Faktoren ‚kurze Transportwege’ und ‚Arbeitsplatzsicherung’. 66 Prozent der heimischen KonsumentInnen legen großen Wert auf klimafreundliche Produkte mit kurzen Transportwegen. Gleichzeitig sehen 91 Prozent der Befragten im Kauf österreichischer Lebensmittel einen Beitrag zur Arbeitsplatzsicherung", erläutert Beutelmeyer. Für die Meinungsforscher von market ist auch besonders bemerkenswert, dass eine große Mehrheit der KonsumentInnen – nämlich 78 Prozent - auch dann zum österreichischen Produkt greift, wenn es mehr kostet als das Weitgereiste. Bei gleichem Preis entscheiden sich sogar 96 Prozent für das regionale, klimafreundliche Lebensmittel. Dieses starke Signal für Konsumpatriotismus kann auch zu enormen volkswirtschaftlichen Effekten führen. Dazu erläutert Univ.-Prof. DDr. Friedrich Schneider von der Johannes Kepler Universität: „Dieses empirisch erhobene und somit realistische Kaufkraftpotential hat ein ganz beträchtliches wertschöpfungswirksames Volumen. Unsere Berechnungen zeigen, dass das Bruttoinlandsprodukt in Österreich durch diese zusätzliche Zahlungsbereitschaft um 1,7 Mrd. € zusätzlich steigen würde und 15.000 Arbeitsplätze gesichert wären.“

Tobias Moretti: Konsumenten können viel bewegen

Schauspieler Tobias Moretti, der neben seiner künstlerischen Tätigkeit auch einen Rinderzuchtbetrieb in Tirol bewirtschaftet, bekennt sich seit vielen Jahren zu heimischen Lebensmitteln. Er appelliert an die ÖsterreicherInnen: „Wir alle können als Konsumenten in Zeiten der Globalisierung aktiv mithelfen, heimische Arbeitsplätze zu sichern, Kaufkraft im Land zu halten und das Klimarisiko zu senken. Heimische Lebensmittel unserer Bauern sind eine Chance für unser Klima, und es braucht diese Chance dringend, das spürt man grad in einer Transitregion wie Tirol. Da die Qualität unserer Lebensmittel in der Regel hoch ist, tun wir uns und unserer Zukunft gleichermaßen etwas Gutes. Es braucht aber auch in einer rein auf Profit orientierten Gesellschaft ein politisches Regulativ gegen die Auswüchse eines sinnlosen Überangebots.“

Charts Market Umfrage

Bildtext: Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich und Schauspielstar Tobias Moretti unterstützen Kampagne für mehr heimische, klimafreundliche Lebensmittel. Im Bild v.l. Tobias Moretti, BM Niki Berlakovich und Kurt Weinberger, Vorstandsvorsitzender der Österreichischen Hagelversicherung.

Rückfragehinweis: Mag. (FH) Markus Simak, Die Österreichische Hagelversicherung
Leitung Kommunikation, T. 01/403 16 81-48, 0664 827 20 55, simak@hagel.at

Zentrale in Wien
01 / 403 16 81 - 0
office@hagel.at

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