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23. Februar 2006

Hagelversicherung: Prämien bleiben stabil – trotz steigendem Wetterrisiko

Diagramm zu Pressereise 22.u.23. Februar 2006

Diagramm zu Pressereise 22.u.23. Februar 2006Strategie der Risikostreuung mit Flächenwachstum und internationaler Rückversicherung wird fortgesetzt

Das Jahr 2005 war für die österreichische Landwirtschaft und somit für die Österreichische Hagelversicherung in der Schadensbilanz ein Jahr der Risikenvielfalt. Neben Hagel sind nahezu alle anderen Wetterextreme wie z.B. Frost,  Trockenheit, Überschwemmung und Auswuchs aufgetreten. Im vergangenen Jahr verzeichnete die Österreichische Hagelversicherung 18.855 Schadensmeldungen. Das bedeutet eine Steigerung von 6,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt waren knapp 100.000 Hektar landwirtschaftliche Fläche betroffen. Durch die Schadensvielfalt haben insbesondere die Elementarschäden – also Schäden durch andere Unwetter als Hagel – massiv zugenommen. Mit rund 7.000 Schadensfällen gibt es in diesem Bereich eine Verdreifachung der Schadensereignisse. Der Gesamtschaden in der Landwirtschaft betrug 2005 mehr als 60 Mio. Euro.

Umfassende Risikovorsorge für den Landwirt von immer größerer Bedeutung

Durch den Klimawandel und das dadurch wachsende Wetterrisiko bekommt eine umfassende und flächendeckende Risikovorsorge für alle landwirtschaftlichen Unternehmen immer größere Bedeutung. Dieser Weg wird von der Österreichischen Hagelversicherung bereits seit Jahren erfolgreich umgesetzt. Sie bietet im Wege einer Mehrgefahrenversicherung ständig Produktinnovationen an, um für die Bauern die negativen Auswirkungen des Wetters kalkulierbar zu machen. Mit der Mehrgefahrenversicherung, die neben Hagel die Risiken Trockenheit, Frost, Überschwemmung, Sturm, Auswuchs, tierische Schädlinge und Dauerregen bei Ernte abdeckt, hat die Österreichische Hagelversicherung die umfassendste Produktpalette in Europa.

Österreichs Landwirte sind ausgezeichnete Risikomanager

Die Zahlen der Österreichischen Hagelversicherung zeigen, dass Österreichs Bauern auf das höhere Wetterrisiko professionell reagieren.
 
So sind in Österreich über 80 Prozent der Ackerflächen - das entspricht rund 1,1 Mio. Hektar - hagelversichert und 60 Prozent davon – das sind rund 650.000 Hektar – auch mehrgefahrenversichert. „Die kontinuierliche Zunahme der versicherten Fläche um mehr als 60 Prozent seit 1995 bestätigt, dass die Bauern ausgezeichnete Risikomanager sind“, zeigt sich Dr. Kurt Weinberger, Vorstandsvorsitzender der Österreichischen Hagelversicherung, über das unternehmerische Handeln der österreichischen Landwirte erfreut.

Risikostreuung und weltweite Rückversicherung ermöglichen Prämienkonstanz

Eine Anhebung der Versicherungsprämien ist bei der Hagelversicherung derzeit nicht in Diskussion. „Trotz einer deutlichen Zunahme der Wetterextremereignisse in den vergangenen Jahren haben wir die Versicherungsprämien nicht erhöht. Ganz im Gegenteil, wir haben seit 7 Jahren eine durchschnittliche Prämienreduktion um 1 Prozent  pro Jahr durchgeführt. Ermöglicht wurden diese Senkungen durch unsere Strategie der Risikostreuung d.h. über den Weg der Mehrgefahrenversicherung mehr landwirtschaftliche Flächen zu versichern. Parallel dazu gewährleistet unser Rückversicherungskonzept Prämienkonstanz bei großen Schadensereignissen. Die Grundlage dieser Unternehmenspolitik ist unser Auftrag als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit nicht die Gewinne zu maximieren, sondern den bäuerlichen Betrieben umfassenden und kostengünstigen Versicherungsschutz anzubieten“, resümiert Weinberger.

Neben mehr Risikoausgleich ist auch mehr Klimaschutz notwendig

Mehr zu versichern, um einen besseren Risikoausgleich zu erhalten und damit die Versicherbarkeit von Wetterereignissen aufrechtzuerhalten, ist nur ein Ansatz, um der
Zunahme von Schäden wirksam entgegenzusteuern. Notwendig wird künftig eine noch stärkere Aufklärungsarbeit für mehr Klimaschutz sein. Dr. Weinberger unterstreicht: „Als Naturkatastrophenversicherer der Landwirtschaft nehmen wir unsere unternehmerische Verantwortung mit zahlreichen Klimaschutzinitiativen aktiv wahr. Unser Engagement in diesem so wichtigen Thema, etwa unser Werben für einen stärkeren Konsum regionaler, „klimafreundlicher“ Lebensmittel mit kurzen Transportwegen, werden wir auch in Zukunft fortsetzen. Die Österreichische Hagelversicherung trägt aktiv zu nachhaltigem Klimaschutz bei und nutzt ihre eigenen Umweltschutzpotenziale z.B. als Klimabündnisbetrieb, um die Folgen des Klimawandels bestmöglich zu verringern – auch im eigenen Interesse“, so Weinberger abschließend.

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