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28. Dezember 2012

2012 - Jahr der Wetterextremereignisse in Österreich: Schäden in der Landwirtschaft in Rekordhöhe

Wien (Österreichische Hagelversicherung, 28. Dezember 2012): 2012 sind bei der Österreichischen Hagelversicherung auf Grund von Hagel, Frost, Überschwemmung und Dürre 30.558 Schadensmeldungen eingegangen – so viele wie noch nie in der 65-jährigen Unternehmensgeschichte. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies eine Zunahme auf mehr als das Doppelte (siehe Grafik). Insgesamt waren über 320.000 Hektar Agrarflächen durch Wetterextreme betroffen. Der Gesamtschaden für die Landwirtschaft liegt bei mehr als 125 Millionen Euro.

WETTEREXTREME 2012 IN ÖSTERREICH UND DEREN FOLGEN AUF EINEN BLICK

Der 17./18. Mai brachte mit Temperaturen bis zu minus 6 Grad Celsius im Osten Österreichs die späteste Frostnacht seit 70 Jahren. Schwerste Schäden im Wein- und Ackerbau waren die Folge.

Betroffene Fläche: 30.000 Hektar, davon 7.000 Hektar Weingärten
Gesamtschaden: 25 Mio. Euro

Hagelunwetter verursachten von April bis September schwere Schäden in der Landwirtschaft. Allein im Juli waren an 22 (!) Tagen Hagelereignisse zu verzeichnen.

Betroffene Fläche: 200.000 Hektar
Gesamtschaden: mehr als 60 Mio. Euro

Die Anzahl der Hitzetage und die Niederschlagsdefizite lagen heuer in Ostösterreich deutlich über den Mittelwerten. So verzeichnete man von Juni bis August 35 Hitzetage (Tage ≥ 30°C). Das sind um 15 Tage mehr als im langjährigen Durchschnitt. Der Niederschlag lag bis zu 60% unter dem langjährigen Mittel. Dies führte zum Teil zu erheblichen Dürreschäden im Ackerbau.

Betroffene Fläche: 90.000 Hektar
Gesamtschaden: mehr als 40 Mio. Euro

Insgesamt wurden durch die Sachverständigen der Österreichischen Hagelversicherung 136.000 beschädigte Feldstücke begutachtet – so viele wie noch nie.

"Damit liegt 2012 das Schadensausmaß in der Landwirtschaft auf einem historischen Negativniveau. Trotz der entsprechend hohen Anzahl an Schadensbegutachtungen konnten die Schäden Dank des europaweit modernsten Schadenserhebungssystems durch unsere Experten rasch abgewickelt werden. Aufgrund des Klimawandels wird künftig mit einer weiteren Zunahme von Schäden im Agrarsektor gerechnet",resümiert Dr. Kurt Weinberger, Generaldirektor der Österreichischen Hagelversicherung.



GRAFIK ANLAGE: Schadensmeldungen 2010/2011/2012

Rückfragehinweis:
Mag. (FH) Markus Simak, Österreichische Hagelversicherung, Pressesprecher, T. 0664 827 20 55

Zentrale in Wien
01 / 403 16 81 - 0
office@hagel.at

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