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13. Juni 2014

Hagelversicherung verlieh den 1. Bodenschutzpreis an Gemeinden

Stadtgemeinde Tulln (NÖ), Marktgemeinde Neuhofen an der Krems (OÖ) und Stadtgemeinde Fehring (Stmk) gewinnen den 1. Bodenschutzpreis für vorbildhafte Bodenschutzkonzepte.

Die Österreichische Hagelversicherung verlieh am 12. Juni 2014 im Rahmen des 61. Gemeindetages im burgenländischen Oberwart den 1. Bodenschutzpreis. Er wurde an jene drei österreichischen Gemeinden vergeben, welche den nachhaltigsten Umgang mit der Ressource Boden pflegen. Dieser erste österreichweite Bodenschutzpreis für Gemeinden wurde von der Österreichischen Hagelversicherung initiiert und ist eine von mehreren Initiativen des Unternehmens zum Thema Bodenverbrauch. Als Naturkatastrophenversicherer der Landwirtschaft ist es der Hagelversicherung ein großes Anliegen, auf das Thema „Bodenverbrauch und die unwiederbringliche Versiegelung von fruchtbarer Anbaufläche“ mit seinen Auswirkungen auf die Gefährdung der Lebensmittelversorgungssicherheit in Österreich aufmerksam zu machen.

Sieger: Stadtgemeinde Tulln, Marktgemeinde Neuhofen a.d. Krems und Stadtgemeinde Fehring folgen auf Platz 2 und 3

Der Initiator des Bodenschutzpreises Dr. Kurt Weinberger, Vorstandsvorsitzender der Österreichischen Hagelversicherung, über seine Motivation, diesen Preis ins Leben zu rufen: „Mit diesem erstmalig ausgeschriebenen Preis sollen jene Gemeinden ausgezeichnet werden, die mit der Ressource Boden nachhaltig und vorbildhaft umgehen. Denn die Gemeinden sind die wichtigsten Bodenschützer. Sie haben in Österreich die Raumordnungskompetenz und damit den Bodenschutz sowie den Erhalt von fruchtbarer Anbaufläche in der Hand. Mit einer bodenschonenden Raumplanung im Heute wird das Klima von morgen gemacht und nicht die Zukunft unserer Kinder verbaut“.

Siebzehn Gemeinden mit ambitionierten, innovativen und auch gemeindeübergreifenden Bodenschutzmaßnahmen reichten für den Bodenschutzpreis ein. Die Kriterien wurden vom Umweltbundesamt ausgearbeitet. Dr. Karl Kienzl, stellvertretender Geschäftsführer des Umweltbundesamtes, dazu: „Die Erhaltung landwirtschaftlicher Flächen sowie die Einsparung bzw. Neunutzung von bereits verbauter Fläche in der Gemeinde waren für die Jury wichtige Kriterien. Die Verbauung und Versiegelung von wertvollem Acker- und Grünland haben neben negativen Umwelteffekten auch negative Auswirkungen auf die Lebensmittelversorgungssicherheit.“

Die Jury wählte aus den Einreichungen die Gewinnergemeinden aus. 2014 werden folgende Gemeinden für ihre außerordentliche Leistung und Engagement im Bereich Bodenschutz prämiert:

1. Platz und Sieger - Stadtgemeinde Tulln
Der erste Platz ging an die Stadtgemeinde Tulln, die in ihrem nachhaltigen Stadtentwicklungskonzept ein ganzes Maßnahmenbündel zum Bodenschutz und zum Erhalt wertvollen Ackerlandes umsetzt. Dieses reicht von der Revitalisierung von Brachflächen über die Belebung des Ortskernes durch Baulückennutzung bis zu Grünpatenschaften, die die Bevölkerung übernehmen kann.

2. Platz - Marktgemeinde Neuhofen an der Krems
Die Marktgemeinde Neuhofen an der Krems/OÖ erhielt den 2. Platz. Sie punktete mit einem Umweltmasterplan, der großen Wert auf die Innenentwicklung, Brachflächenrevitalisierung und eine Rückwidmung von ungenütztem Bauland legt. Damit werden vor allem hochwertige Agrarflächen geschützt und bleiben so für die Produktion erhalten.

3. Platz - Stadtgemeinde Fehring
Den dritten Platz erreichte die Stadtgemeinde Fehring aus der Steiermark. Fehring setzt sehr stark auf die Belebung des Ortskernes und legt großen Wert darauf, dass bei Bauprojekten Ressourcen im Ort genutzt werden, um so Agrarflächen vor Versiegelung zu bewahren.

Kurt Weinberger, Vorstandsvorsitzender der Österreichischen Hagelversicherung, und Helmut Mödlhammer, Präsident des Österreichischen Gemeindebundes, überreichten im Rahmen des 61. Österreichischen Gemeindetages die Preise an die Gewinner und bedankten sich für das nachhaltige Engagement im Bereich des Bodenschutzes aller einreichenden Gemeinden. „Alle siebzehn Gemeinden haben die Brisanz des Themas Bodenschutz bereits erkannt und setzen ambitionierte, nachhaltige und innovative Maßnahmen, die anderen Gemeinden als Vorbild dienen können. Danke für diese tolle Arbeit!“

Bodenschutz ist Voraussetzung für ein ökologisches Gleichgewicht

„Wasser und Boden stellen unsere wichtigsten Lebensgrundlagen dar. Durch die zunehmende Verbauung und Versiegelung unserer wertvollen Böden verlieren wir allein in Österreich jeden Tag zirka 22,4 Hektar Ackerfläche. Es ist höchste Zeit, dass wir auf diese Umstände aufmerksam machen und der Versiegelung gezielt entgegenwirken, sonst haben wir in knapp 166 Jahren keinen einzigen Quadratmeter Ackerfläche mehr“, so Weinberger.

Der Boden ist die Grundlage für die nachhaltige Versorgung der Bevölkerung mit heimischen Lebensmitteln. Zudem ist der Boden ein wichtiger CO2-Speicher. Geht die Speicherfähigkeit verloren, steigt die Temperatur und somit die Erderwärmung mit all den negativen Auswirkungen. Außerdem führen verbaute Flächen auch vermehrt zu Schäden durch Hochwasser, da Wasser bei Starkniederschlägen nicht vom Boden aufgenommen werden kann.

Der Initiator des Preises Dr. Kurt Weinberger, Vorstandsvorsitzender der Österreichischen Hagelversicherung, und Helmut Mödlhammer, Präsident des Österreichischen Gemeindebundes, gratulieren den Gewinnern des 1. Bodenschutzpreises und freuen sich über ihr Engagement zum Bodenschutz.

v.l.n.r. Dr. Kurt Weinberger (Vorstandsvorsitzender Österreichische Hagelversicherung), Mag. Johann Winkelmaier (Bürgermeister Fehring), Susanne Stöhr-Eißert (Umweltgemeinderätin Tulln), Günter Engertsberger (Bürgermeister Neuhofen an der Krems), Helmut Mödlhammer (Präsident Österreichischer Gemeindebund)

Rückfragehinweis:
Dr. Mario Winkler, Österreichische Hagelversicherung, Pressesprecher, T. 01/403 16 81-42

Zentrale in Wien
01 / 403 16 81 - 0
office@hagel.at

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