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1. August 2012

Zwischenbilanz 2012: Rekordschäden in der Landwirtschaft

Die Natur schlägt zurück – Schäden mehr als verdoppelt
Gesamtschaden für die Landwirtschaft: 120 Mio. Euro

Wien (Österreichische Hagelversicherung, 01. August 2012): Bis zum 31. Juli sind bei der Österreichischen Hagelversicherung mehr als 25.000 Schadensmeldungen auf Grund von Hagel, Frost, Überschwemmung und Dürre eingegangen. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies eine Zunahme auf mehr als das Doppelte (siehe Grafik).

„Noch nie in der 65 jährigen Unternehmensgeschichte hatten wir zu diesem Zeitpunkt so viele Schadensmeldungen. Insgesamt sind bisher mehr als 300.000 Hektar landwirtschaftliche Flächen durch Wetterextreme betroffen. Das entspricht einem Viertel der gesamten Ackerfläche Österreichs. Das Schadensausmaß in der Landwirtschaft liegt bis heute bereits bei 120 Millionen Euro – und die Unwettergefahr ist noch nicht vorbei“, zieht der Generaldirektor der Österreichischen Hagelversicherung, Dr. Kurt Weinberger, eine erste Bilanz des Jahres 2012 und erwartet zukünftig auf Grund des Klimawandels eine weitere Zunahme von Schäden.

Jeden zweiten Tag Hagel

Vom Hagel blieb dieses Jahr kein Bundesland verschont. Nahezu jedes Bundesland wurde heuer sogar mehrfach von Hagel getroffen. Das massivste Einzelhagelereignis richtete am 9. Juli in der Steiermark mit teilweise tennisballgroßen Hagelschloßen großflächig schwere Schäden an. In nur wenigen Minuten entstand dabei in einem einzigen Bundesland ein Gesamtschaden von über 5 Millionen Euro. Auffallend ist, dass der Juli in Österreich jeden zweiten Tag ein Hagelereignis brachte und mit 18 Hageltagen doppelt so viele aufweist wie im Vorjahr. Insgesamt war der vergangene Monat lt. Zentralanstalt für Meteorologie der nasseste Juli-Monat seit Messbeginn.

Erhebliche Frost- und Dürreschäden

Nicht nur Hagelschäden setzten den Bauern heuer zu. Strenger Winterfrost und ein Spätfrost am 18. Mai mit bis zu minus sechs Grad Celsius beschädigten großflächig Acker- und Weinkulturen im Burgenland, in Niederösterreich, der Steiermark und Wien. Die Schadensvielfalt zeigt sich heuer auch durch erhebliche Dürreschäden insbesondere in Ostösterreich. Akuter Niederschlagsmangel mit Niederschlagsdefiziten regional von bis zu 60 Prozent seit letztem Herbst sowie 23 Hitzetage (2011: 7) führten zu erheblichen Dürreschäden in der Landwirtschaft. Vor allem im Wein- und Industrieviertel in Niederösterreich sowie im Nordburgenland wurden insbesondere Getreidekulturen arg in Mitleidenschaft gezogen.


Grafikanlage: Schäden mehr als verdoppelt


Grafikanlage: Schadensgebiete Österreich

Fotoanlagen:
Hagelschaden Mais
Hagelschaden Getreide
Bild Dr. Kurt Weinberger


Österreichische Hagelversicherung VVaG (www.hagel.at)
Die Österreichische Hagelversicherung ist ein Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit, der die Landwirtschaft gegen Naturkatastrophen mit der umfassendsten Produktpalette Europas versichert. Neben Hagel sind landwirtschaftliche Kulturen auch gegen Frost, Sturm, Dürre, Überschwemmung, Verwehung, Auswuchs oder Tierische Schädlinge versicherbar. Kennzeichnend für diesen 1947 von der österreichischen Versicherungswirtschaft gegründeten Spezialversicherer ist auch die rasche Hilfe für die Landwirte nach einem Schadensfall. Die durchschnittliche Auszahlungsdauer der Entschädigungen nach der Erhebung beträgt 4,5 Tage.

Rückfragehinweis:
Österreichische Hagelversicherung, Mag. (FH) Markus Simak, Pressesprecher, Tel.: 01/4031681-48, Email: simak@hagel.at

Zentrale in Wien
01 / 403 16 81 - 0
office@hagel.at

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