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3. August 2006

Zwischenbilanz 2006 zeigt massive Schadenszunahme

Hagelversicherung: Zwischenbilanz 2006 zeigt massive Schadenszunahme
Landwirtschaft von deutlicher Steigerung der Wetterextremereignisse stark betroffen – Schadensmeldungen bei Österreichischer Hagelversicherung gegenüber Vorjahr beinahe verdoppelt

„Bis zum heutigen Tag sind 19.328 Schadensmeldungen bei uns eingegangen. Das bedeutet beinahe eine Verdoppelung gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Frost, Überschwemmung, Hagel und Dürre haben der Landwirtschaft heuer schon massiv zugesetzt“, stellte der Generaldirektor der Österreichischen Hagelversicherung, Dr. Kurt Weinberger, in einer ersten Zwischenbilanz für das Jahr 2006 fest.

Der Agrarsektor ist von den Wetterextremen besonders betroffen. Denn 80 Prozent des landwirtschaftlichen Ertrages hängen vom Wetter ab. Weltweit wird eine signifikante Zunahme von Naturkatastrophen registriert.  2005 war das Jahr in der Geschichte, das der internationalen Versicherungswirtschaft am teuersten kam. Der Trend der Zunahme von Wetterextremen spiegelt sich auch in den Aufzeichnungen der Österreichischen Hagelversicherung wider. Der Agrarversicherer deckt über Hagel hinaus auch die Risiken Frost, Überschwemmung, Dürre, Sturm und Auswuchs ab. Bis heute gab es bei der Hagelversicherung mit 19.328 Schadensmeldungen beinahe eine Verdoppelung gegenüber dem Vergleichszeitraum 2005 (siehe Chart 1).

Gesamtschaden in der Landwirtschaft mehr als 35 Millionen Euro
Der Gesamtschaden in der österreichischen Landwirtschaft durch Wetterextreme beträgt heuer bereits mehr als 35 Millionen Euro. Neben Hagel waren Österreichs Bauern besonders von Frost und Hochwasser betroffen. Alleine 50.000 Hektar an Wintergetreide, Winterraps und Mohn waren durch den strengen Winter und die lang anhaltenden Schneedecken von Frostschäden betroffen. Zusätzlich führte die Dürre vor allem im Süden und Osten Österreichs insbesondere bei Grünland zu Schäden. Wie hoch der Gesamtschaden durch die Dürre sein wird, kann zum jetzigen Zeitpunkt seriöserweise nicht abgeschätzt werden. Dies hängt wesentlich von der Witterung in den nächsten Wochen ab.


Hundert Sachverständige im Dauereinsatz
Rasche Hilfe für die betroffenen Bauern hat für die Hagelversicherung oberste Priorität. „Rund hundert Sachverständige stehen derzeit im Dauereinsatz. Insgesamt haben sie heuer bereits 110.000 Feldstücke im Zuge der Schadenserhebung begutachtet“, so Weinberger. Die ermittelte Entschädigung wird zehn Tage nach Abschluss der Schadenserhebung an den Landwirt ausbezahlt.

Österreichs Landwirte reagieren auf Zunahme der Wetterextreme –
55 Prozent mehr versicherte Fläche seit 1996

Die Zahlen der Österreichischen Hagelversicherung zeigen, dass die Bauern auf das höhere Wetterrisiko professionell reagieren. So stieg in Österreich die versicherte landwirtschaftliche Fläche seit 1996 um 55 Prozent auf insgesamt 1.107.000 Hektar (siehe Chart 2).  Damit sind bereits 80 Prozent der Ackerflächen hagelversichert und 60 Prozent davon mehrgefahrenversichert. Mit der Mehrgefahrenversicherung, die neben Hagel die Risiken Frost, Trockenheit, Überschwemmung, Sturm, Auswuchs, Tierische Schädlinge und Dauerregen bei Ernte abdeckt, hat die Österreichische Hagelversicherung die umfassendste Produktpalette in Europa.

Stabile Prämien durch bessere Risikostreuung
Eine Anhebung der Versicherungsprämien ist bei der Hagelversicherung derzeit nicht in Diskussion. Trotz einer deutlichen Zunahme der Wetterextremereignisse bleiben die Versicherungsprämien stabil. In den vergangenen zehn Jahren verzeichnete man beim Agrarversicherer sogar eine durchschnittliche Prämienreduktion um ein Prozent pro Jahr. „Ermöglicht wurden diese Senkungen durch unsere Strategie der Risikostreuung, d.h. über Hagel hinaus auch andere Risiken wie Frost, Dürre etc. zu versichern. Das damit verbundene Wachstum führt zu einer besseren Risikostreuung, womit zunächst stabile Prämien trotz Zunahme der Schäden gewährleistet sind“, erläutert Weinberger.

Download PDF Schadensmeldungen
Download PDF Versicherte Fläche

Rückfragehinweis:
DI Sabine Kamraner-Köpf, Assistentin des Vorstandsvorsitzenden, Österreichische Hagelversicherung
Tel: 01/ 403 16 81-57, kamraner@hagel.at

__________________________________
Die Österreichische Hagelversicherung
Lerchengasse 3-5, 1080 Wien
Tel.: 01/403 16 81-57, Fax: -31
 www.hagel.at


 

Zentrale in Wien
01 / 403 16 81 - 0
office@hagel.at

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