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16. April 2007

Schäden sind 2006 in der Steiermark auf nahezu das Dreifache gestiegen

Graz (16. April 2007). Das Jahr 2006 war in der Steiermark geprägt von zahlreichen Wetterkapriolen mit teils katastrophalen Ausmaßen. Vor allem Hagel verursachte an landwirtschaftlichen Kulturen Millionenschäden. „Die Anzahl der Schadensfälle erhöhte sich mit 6.216 nahezu auf das Dreifache (2005: 2200). Insgesamt wurden 15 Mio. EUR für Schadensfälle in der Steiermark aufgewendet“, erklärte Dr. Kurt Weinberger, Generaldirektor der Österreichischen Hagelversicherung. Österreichweit wurden 42 Mio. EUR an Entschädigungen geleistet. Die Zahlen zeigen deutlich, dass die zunehmenden Wetterextremereignisse ein aktives Risikomanagement in der Landwirtschaft immer unerlässlicher machen. Der agrarische Spezialversicherer hat sich in den vergangenen Jahren vom reinen Hagelversicherer zum umfassenden Partner der Bauern für sämtliche Wetterrisiken weiter entwickelt.

2006: Großflächige Hagelschäden in der Steiermark
Die steirische Hagelsaison begann am 23. April im Bezirk Weiz und endete am 24. August in den Bezirken Radkersburg und Leibnitz. Insgesamt langten 5.400 Hagelschadensmeldungen ein. Die schwersten Hagelschläge gingen in der zweiten Junihälfte in den Bezirken Weiz, Graz-Umgebung und Leibnitz nieder. In Summe wurden 2006 mehr als 30.000 Hektar landwirtschaftliche Fläche durch Hagel beschädigt.

Steiermark: Mehrgefahrenversicherte Fläche stieg um 10 Prozent
Der Trend zur umfassenden Mehrgefahrenversicherung, die neben Hagel u.a. auch Frost, Trockenheit, Auswuchs, tierische Schädlinge und Überschwemmung abdeckt, hielt auch 2006 ungebrochen an. Die mehrgefahrenversicherte Fläche stieg um 10 Prozent auf 80.000 Hektar, die hagelversicherte Fläche um fünf Prozent auf über 130.000 Hektar. Knapp 80 Prozent der steirischen Ackerfläche sind hagelversichert und davon rund 60 Prozent mehrgefahrenversichert. „Die Versicherungssumme – jene Summe, für die der agrarische Spezialversicherer im Schadensfall haftet – stieg in der Steiermark um mehr als 4,5 Prozent auf rund 377 Mio. EUR“, unterstrich Weinberger.

2007: Ausweitung des Versicherungsschutzes
Als verlässlicher und starker Partner der Bauern haben wir auf die zunehmende Nachfrage nach noch umfassenderem Versicherungsschutz reagiert.

Neu: Qualitätsabsicherung bei Mais
Qualitativ einwandfreies Futter ist Voraussetzung für Höchstleistungen im Stall. Kolbenverpilzungen nach Hagelschlag vermindern die Futterqualität entscheidend. Ab heuer ersetzt die Hagelversicherung Schäden durch Kolbenfusarien nach Hagel an Körner- und Silomais ab dem Stadium „frühe Milchreife“.

Neu: Rinderversicherung ausgebaut
Aus verschiedenen Gründen passieren in jedem Rinder haltenden Betrieb unerwartete Verendungsfälle. In der Rinderversicherung sind Schlachttiere, die zur Gänze nicht verwertet werden können, sowie Totgeburten und Verendungsfälle infolge von Krankheit und Unfall versicherbar. Der Versicherungsschutz wurde heuer auch auf Almrinder ausgedehnt. Die Österreichische Hagelversicherung ist mittlerweile der größte Tierversicherer Österreichs.

Neu: Trockenheit 2007
Die Österreichische Hagelversicherung setzt ab heuer ein europaweit einzigartiges System zur Erhebung von Dürreschäden ein. Dabei wird der Wasserbedarf für jede versicherte Kultur unter Berücksichtigung von Temperatur, Wind, Strahlung, Luftfeuchtigkeit und den Entwicklungsstadien errechnet. Das Niederschlagsdefizit (Verhältnis Wasserbedarf zu Niederschlag) wird am Ende der Vegetationsperiode für jede versicherte Kultur ermittelt.

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