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17. April 2007

Schäden sind 2006 in Kärnten auf mehr als das Doppelte gestiegen

Klagenfurt (17. April 2007). Das Jahr 2006 war in Kärnten geprägt von zahlreichen Wetterkapriolen mit teils katastrophalen Ausmaßen. Vor allem Hagel, Dürre und Frost verursachten an landwirtschaftlichen Kulturen Millionenschäden. Die Anzahl der Schadensfälle erhöhte sich mit 2.533 auf mehr als das Doppelte (2005: 956). Insgesamt wurden rund 3 Mio. EUR für Schadensfälle in Kärnten aufgewendet“, erklärte Dr. Kurt Weinberger, Generaldirektor der Österreichischen Hagelversicherung. Österreichweit wurden 42 Mio. EUR an Entschädigungen geleistet. Die Zahlen zeigen deutlich, dass die zunehmenden Wetterextremereignisse ein aktives Risikomanagement in der Landwirtschaft immer unerlässlicher machen. Der agrarische Spezialversicherer hat sich in den vergangenen Jahren vom reinen Hagelversicherer zum umfassenden Partner der Bauern für sämtliche Wetterrisiken weiter entwickelt.

2006: Hagel-, Dürre- und Frostschäden in Kärnten
Die Kärntner Hagelsaison begann am 19. Mai in den Bezirken St. Andrä/L. und St. Veit und endete am 21. August im Bezirk Klagenfurt-Land. Insgesamt langten 977 Hagelschadensmeldungen ein. In Summe wurden 2006 mehr als 1.500 Hektar landwirtschaftliche Fläche durch Hagel beschädigt.
Ausbleibende Niederschläge und hohe Temperaturen führten im Juli in zahlreichen Regionen zum Teil zu erheblichen Trockenschäden. 4.000 Hektar landwirtschaftliche Flächen waren von Dürreschäden betroffen. In Kärnten gab es auf Grund des extremen Winters 2005/06 mit lang anhaltenden Schneedecken auch zahlreiche Auswinterungsschäden. Bei rund 650 Betrieben war ein Wiederanbau von Wintergetreide notwendig.

Kärnten: Mehrgefahrenversicherte Fläche stieg um 2 Prozent
Der Trend zur umfassenden Mehrgefahrenversicherung, die neben Hagel u.a. auch Frost, Trockenheit, Auswuchs, tierische Schädlinge und Überschwemmung abdeckt, hielt auch 2006 ungebrochen an. Die mehrgefahrenversicherte Fläche stieg um zwei Prozent auf 61.024 Hektar, die hagelversicherte Fläche um 4,3 Prozent auf 51.399 Hektar. 84 Prozent der Kärntner Ackerflächen sind hagelversichert und davon rund 76 Prozent mehrgefahrenversichert. „Damit sind die Kärntner Landwirte bei der Risikovorsorge bundesweit federführend.

Die Versicherungssumme – jene Summe, für die der agrarische Spezialversicherer im Schadensfall haftet – stieg in Kärnten um fast 6 Prozent auf rund 121 Mio. EUR“, unterstrich Weinberger.

2007: Ausweitung des Versicherungsschutzes
Als verlässlicher und starker Partner der Bauern haben wir auf die zunehmende Nachfrage nach noch umfassenderem Versicherungsschutz reagiert.

Neu: Qualitätsabsicherung bei Mais
Qualitativ einwandfreies Futter ist Voraussetzung für Höchstleistungen im Stall. Kolbenverpilzungen nach Hagelschlag vermindern die Futterqualität entscheidend. Ab heuer ersetzt die Hagelversicherung Schäden durch Kolbenfusarien nach Hagel an Körner- und Silomais ab dem Stadium „frühe Milchreife“.

Neu: Rinderversicherung ausgebaut
Aus verschiedenen Gründen passieren in jedem Rinder haltenden Betrieb unerwartete Verendungsfälle. In der Rinderversicherung sind Schlachttiere, die zur Gänze nicht verwertet werden können, sowie Totgeburten und Verendungsfälle infolge von Krankheit und Unfall versicherbar. Der Versicherungsschutz wurde heuer auch auf Almrinder ausgedehnt. Die Österreichische Hagelversicherung ist mittlerweile der größte Tierversicherer Österreichs.

Neu: Trockenheit 2007
Die Österreichische Hagelversicherung setzt ab heuer ein europaweit einzigartiges System zur Erhebung von Dürreschäden ein. Dabei wird der Wasserbedarf für jede versicherte Kultur unter Berücksichtigung von Temperatur, Wind, Strahlung, Luftfeuchtigkeit und den Entwicklungsstadien errechnet. Das Niederschlagsdefizit (Verhältnis Wasserbedarf zu Niederschlag) wird am Ende der Vegetationsperiode für jede versicherte Kultur ermittelt.

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