18. September 2025

Fluchtbereitschaft im Schlaf

Das Pferd als Fluchttier muss ständig die Möglichkeit haben vor einer Gefahr zu fliehen. Dennoch benötigen auch Pferde Schlaf, um körperlich auf Dauer leistungsfähig zu sein. Wie auch beim Menschen teilt sich der Schlaf in verschiedene Phasen. Doch wie genau verteilen sich die Schlafphasen eines Pferds über den Tag und wie viel Schlaf brauchen unsere Pferde?

Je nach Alter und Haltungsform schlafen Pferde mehr oder weniger. Im Schnitt sind es etwa fünf Stunden, die Pferde täglich ruhen. Diese Zeit teilen sie in mehrere kurzen Phasen am Tag auf. Der Tiefschlaf findet meist im Zeitraum zwischen Mitternacht und den frühen Morgenstunden statt.

Es gibt zwei verschiedene Schlafphasen, die beeinflussen, ob sie das Pferd im Stehen oder im Liegen verbringen kann:

  • Der REM-Schlaf (rapid-eye-movement sleep) führt zum Verlust der Kontrolle über die Motorik, wodurch das Pferd dabei nur liegen kann. Im Schnitt verbringen Pferde nur 30 Minuten täglich (15%) in dieser Schlafphase und das auch nur wenige Minuten am Stück. Wichtig ist hier, dass sich Pferde ausreichend sicher fühlen, um in diese Schlafphase gelangen zu können. Vor allem in Herdenhaltung kann man beobachten, dass sich einzelne Pferde hinlegen, während andere „Wache halten“ um Feinde frühzeitig zu erkennen und so der Schutz der Herde gewährleistet werden kann.
  • Der NREM-Schlaf (non-rapid-eye-movement sleep) oder auch der ruhige Schlaf teilt sich in verschiedene Stufen: Einschlafen, leichter Schlaf (ca. 20%) und Tiefschlaf (65%). Das Pferd kann sowohl im Stehen als auch im Liegen in den NREM-Schlaf fallen.

Der REM-Schlaf kann bei Pferden nur im Liegen erfolgen.

Ein Mangel an REM-Schlaf kann über eine kurze Zeitdauer von etwa zwei Wochen kompensiert werden, darüber hinaus stellt der Schlafmangel ein Gesundheitsrisiko dar. Achten Sie auf eventuelle Anzeichen wie Leistungsabfälle, Müdigkeit und die typischen Verletzungen, wie beispielsweise offene Fessel- und/oder Karpalgelenke der Vorderbeine.

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