20. August 2025

Interview mit Marlene & Andrea Gepp – Wie Reiten Mutter und Tochter verbindet (Teil 2)

Marlene Gepp und ihre Mutter Andrea Gepp erzählen im zweiten Teil des Interviews von der Bedeutung des Reitens für ihre Mutter-Tochter-Beziehung und wie wichtig der Umgang mit Pferden für die Entwicklung von Kindern sein kann.

Wie die Mutter, so die Tochter: Wie bist du zum Reiten gekommen?

Andrea: Ich hatte mit 16 Jahren mein erstes Pferd, eine Haflinger-Stute. Mein Vater wusste von einem Reitstall mit finanziellen Problemen und in diesem Zuge wurden dort auch Pferde verkauft. Wir sind anschließend hingefahren und ich habe meine Haflinger-Stute bekommen. Ich war damals schon begeistert von der charakterlichen Dynamik dieser Rasse.

Später habe ich in Hollabrunn eine Ausbildung in einem Dressurreitstall begonnen und bin so zum Dressurreiten gekommen. Und im Vergleich zu einem Haflinger, war das Reiten auf einem Warmblüter nichts für mich.

Als ich Kinder bekommen habe, war das Reiten erstmal vorbei. Eines Tages, als ich wieder einmal bei einer von Marlenes Reitstunden zugeschaut habe, hat mich der Reitlehrer dann gefragt: „Warum reitest du eigentlich nicht?“. Das war der ausschlaggebende Moment, um wieder mit diesem Hobby anzufangen. Mein Mann hat mir dann von einem nahegelegenen Reitstall eine Haflinger-Stute, meine Pauline, gekauft.

Andrea hatte schon immer eine Leidenschaft für Haflinger.

Was bedeutet es für dich dieses Hobby mit deiner Tochter zu teilen?

Andrea: Es bedeutet mir alles. Der Stall und das Reiten ist unser gemeinsamer Treffpunkt, unsere Familienzeit. Wir nutzen die Zeit, um über viele Dinge zu reden. Die Gesprächsthemen gehen uns nie aus.

Gibt es Unterschiede in der Pferdepflege bzw. beim Reiten zwischen früher und heute?

Andrea: Ja, auf jeden Fall. Der Umgang mit den Tieren ist heute ganz anders. Meine erste Stute war damals allein bei uns am Hof. Das würde ich heute nicht mehr so machen, das Pferd ist ein Herdentier. Sie ist zwar immer bei der Arbeit mitgelaufen und wir hatten Kontakt zu einigen Pferden aus einem benachbarten Fiaker-Stall, aber das entspricht nicht mehr der heutigen Pferdehaltung. Ich habe das Gefühl, wenn du einem Tier zeigst, dass du es verstehst, dann geben sie das auch zurück.

Welche Tipps würdest du Eltern geben, deren Kinder mit dem Reiten anfangen wollen?

Andrea: Ich kann das Reiten nur Jedem empfehlen. Das Kind kann an diesem Hobby wachsen und unheimlich viel lernen. Außerdem haben die Pferde sehr geholfen die Pubertät zu überstehen. Immer wenn Marlene und ich zuhause ein Problem hatten, war dieses spätestens nach einem Besuch im Stall gelöst.

Marlene: Kinder lernen nicht nur den Umgang mit den Pferden, sondern auch Respekt vor den Tieren. Sie erfahren, was es bedeutet, Verantwortung für ein Lebewesen zu übernehmen und dass man es sich nicht anders überlegen kann, wenn man erstmal ein Pferd besitzt. Man muss sich ab dann immer um dessen Bedürfnisse kümmern, was sehr viel zu einem Verantwortungsbewusstsein beiträgt. Auch Emotionskontrolle gehört zu den Fähigkeiten, die ein Kind im Umgang mit Pferden erlernt.

Gibt es Meinungsverschiedenheiten beim Thema Pferd?

Beide: Nein, tatsächlich nicht. Wir denken in die gleiche Richtung.

Welche besonderen Momente habt ihr zusammen erlebt?

Marlene: Als wir Fenja mit zweieinhalb Jahren gekauft haben und sie dann, dank Parelli, gemeinsam anreiten konnten. Das war ein sehr schönes und prägendes Erlebnis. Fenja ist einfach ein großartiges Pferd.

Sonst ist unsere gemeinsame Zeit im Stall immer besonders und wir schätzen es sehr.

Was ist die größte Herausforderung in der Pferdehaltung.

Marlene: Die Zeit. Wenn man das Pferd eingestellt hat, kann man die Zeit natürlich direkt für das Pferd verwenden. Hat man einen eigenen Stall müssen dort viele Dinge erledigt werden, was wiederum auf Kosten der unmittelbaren Zeit für die Pflege und das Training geht.

Wie steht ihr zu dem Thema Versicherung?

Andrea: Da immer das Risiko für einen Unfall besteht, bei dem es zu einem Sach- oder Personenschaden kommen kann, haben wir mit einer Haftpflicht größtenteils alles abgesichert.

Im Falle einer anstehenden OP überlege ich wie groß der Nutzen einer OP für mein Pferd ist, denn z.B. eine Kolik-OP zieht immer Nachfolgen mit sich, vor allem wenn das Pferd sehr alt ist. Bei einer Krankenversicherung ist mir persönlich ein Preis-Leistungsverhältnis sehr wichtig.

Marlene: Ich habe mich bisher noch nicht über die verschiedenen Versicherungsmöglichkeiten informiert, bin aber offen für das Thema Krankenversicherung.

Marlene hat im Zuge des Beratungsgesprächs mit Anja König eine Krankenversicherung für ihr Pferd Fenja bei der Österreichischen Hagelversicherung abgeschlossen.

Die Österreichische Hagelversicherung bietet Lebens- und Krankenversicherungen für Pferde an.

Die drei Haflinger Amadeus, Pauline und Fenja sind ein wichtiger Bestandteil in Marlenes Familie. Viele schwierige, aber auch schöne Momente mit den Pferden haben Marlene und ihre Mutter Andrea geprägt. Es freut uns sehr, dass Sie der Österreichischen Hagelversicherung als Versicherungspartner für ihr Pferd Fenja vertrauen.

Haben Sie auch Interesse an einer Lebens- oder Krankenversicherung für Ihr Pferd, dann informieren Sie sich hier.

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