Österreichische Hagelversicherung veranstaltete osteuropäische Maklerkonferenz in Wien
Mehr als 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten aktuelle Chancen und Herausforderungen im Agrarsektor
Wien (26. September 2025): Die Österreichische Hagelversicherung (ÖHV) lud mehr als 100 Versicherungsmaklerinnen und Versicherungsmakler aus ihren osteuropäischen Märkten Tschechien, Slowakei, Ungarn, Slowenien und Rumänien nach Wien zur ersten Maklerkonferenz „Agrasure“. Im Mittelpunkt standen aktuelle Fragen des Risikomanagements in der Landwirtschaft, die Auswirkungen des Klimawandels auf den Agrarsektor, sowie internationale Perspektiven auf Ernteversicherungen, vor allem auch hinsichtlich Private Public Partnership Modelle, wie sie international weiter ausgebaut werden.
In seiner Eröffnungsrede hob Dr. Kurt Weinberger, Generaldirektor der Österreichischen Hagelversicherung, hervor, dass die Landwirtschaft durch die Zunahme extremer Wetterereignisse besonders gefordert ist: „Die Landwirtschaft steht durch die Zunahme von Wetterextremen bedingt durch den Klimawandel und die Volatilität der Marktpreise vor großen Herausforderungen. Faktum ist, dass die Landwirtschaft mit ihrer Werkstatt unter freiem Himmel an ihren Standort gebunden ist. Im Gegensatz zur Industrie, die bei Verschlechterung von Rahmenbedingungen mit Werksverlegungen reagieren kann, müssen Landwirtinnen und Landwirte an ihren Standorten mit den zunehmenden Wetterrisiken leben. Aber nur ein stabiler Agrarsektor kann in Zukunft 9 Milliarden Menschen ernähren. Im Interesse der Gesamtbevölkerung braucht daher die Landwirtschaft ein noch engeres Sicherheitsnetz. Dafür ist eine starke, innovative Agrarversicherung aber auch ein klares Bekenntnis der Politik, hin zu Private Public Partnership Modellen, erforderlich. Also eine Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft, öffentlicher Hand und Versicherungswirtschaft, wie es international, beispielsweise in Amerika oder China, bereits im Trend ist.“
Im Anschluss zeigte Dr. Michael Staudinger von der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) die bereits spürbaren Folgen des Klimawandels auf die Landwirtschaft auf. Er verdeutlichte, dass Landwirtinnen und Landwirte an vorderster Front von Wetterextremen betroffen sind und dadurch ein besonders hohes Risiko tragen.
DI Andreas Rohm von Munich Re stellte die globalen Risikotrends vor und machte deutlich, dass weltweit die Staaten die Prämienförderungen für Ernte- und Tierversicherung aufgrund zunehmender Bedrohungen durch Naturkatastrophen und Tierseuchen ausweiten.
Einen Blick über den Atlantik lieferte Dr. Thomas Zacharias vom amerikanischen Versicherungsverband NCIS. Er erläuterte, welche Chancen das US-amerikanische Modell bietet und dass beide – Europa und die USA – von den Erfahrungen im Bereich der Ernteversicherung gegenseitig profitieren können. In den USA ist die Ernteversicherung das bedeutendste agrarpolitische Instrument zur Sicherstellung der Lebensmittelversorgung.
Auch die europäische Dimension kam nicht zu kurz: Bence Major von der Europäischen Kommission zeigte auf, dass eine zukunftsorientierte Agrarpolitik im globalen Wettbewerb nur mit starken Risikovorsorge-Instrumenten dauerhaft bestehen kann.
Zum Abschluss berichtete DI Matthias Grün, Esterhazy Betriebe AG, aus der Praxis. Er verdeutlichte, wie landwirtschaftliche Betriebe durch gezielten Versicherungsschutz erfolgreich Risiken managen und ihre Stabilität sichern können.
Über die Österreichische Hagelversicherung
Die Österreichische Hagelversicherung ist der führende Spezialversicherer für die Landwirtschaft in Österreich und zählt zu den umfassendsten Anbietern Europas. Mit Niederlassungen in Tschechien, der Slowakei, Ungarn, Slowenien, Rumänien und Bulgarien, bietet die ÖHV ihren Versicherungsschutz in zahlreichen Ländern an. Dieser Schutz deckt landwirtschaftliche Kulturen gegen vielfältige Naturkatastrophen wie Hagel, Dürre, Überschwemmungen, Stürme, Frost und mehr ab. Zudem ist die ÖHV größter Tierversicherer, der Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen, Pferde und Geflügel absichert. Mit dem modernsten Schadensmanagementsystem Europas, das auch auf der Nutzung von Satellitendaten in Kooperation mit der European Space Agency (ESA) basiert, stellt die ÖHV sicher, dass Schäden schnell und effizient bearbeitet werden. Dieser technologische Vorsprung trägt wesentlich zur hohen Zufriedenheit der landwirtschaftlichen Betriebe bei.

(v.l.) Mag. Barbora Stuhl, Österreichische Hagelversicherung; Sabine Kronberger, MBA, Moderatorin; Dr. Michael Staudinger, Weltorganisation für Meteorologie (WMO); Prok. Dipl.-HLFL-Ing. Johann Fank, Österreichische Hagelversicherung, Ing. Dalibor Ban, Agra poisťovňa; DI Andreas Rohm, Munich Re; Bence Major, Europäische Kommission; Dr. Kurt Weinberger, Österreichische Hagelversicherung; Horia Lupu, Agra Asigurări; Dr. Thomas Zacharias, National Crop Insurance Services (USA), Ing. Vladimír John, Agra pojišťovna; DI Anita Kettinger, Agrár Biztosító; Mag. Bojan Bratkovic, Agro Zavarovalnica; DI Matthias Grün, Esterhazy Betriebe AG; Mag. Johannes Frey, Österreichische Hagelversicherung; Mag. Reinhard Kern, Österreichische Hagelversicherung

Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Agrár Biztosító (Ungarn)

Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Agra pojišťovna (Tschechien)

Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Agra poisťovňa (Slowakei)

Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Agra Asigurări (Rumänien)

Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Agro Zavarovalnica (Slowenien)

