Spieglein, Spieglein an der Wand…
Der Spiegeltest ist ein Experiment bei Tieren, mit dem herausgefunden werden soll, ob sie sich selbst erkennen, das heißt ein Ichbewusstsein bzw. eine Selbstwahrnehmung haben. Dabei wird das Tier an einer Körperstelle markiert und ein Spiegel in seinen Sichtbereich gebracht. Nun folgt die Beobachtung der Reaktion auf das künstliche Merkmal am Körper des Tiers. Zeigt das Tier durch sein Verhalten, dass es die Markierung erkennt, ist von einem Ichbewusstsein auszugehen.
Große Menschenaffen, wie z.B. Schimpansen, Delfine, Asiatische Elefanten, Elstern, Schweine und Putzerfische haben den Spiegeltest bestanden. Es ist seit längerem bekannt, dass sie eine solche Selbstwahrnehmung haben.
Nun wurde dieser Test auch bei Pferden durchgeführt. Sie erhielten eine farbliche Markierung am Kopf, die sie im Spiegel deutlich länger betrachteten und sich an diesen Stellen auch verstärkt rieben.1

Pferde konnten im Spiegeltest beweisen, dass sie eine Selbstwahrnehmung haben. (Generiert mit DALL·E durch ChatGPT von OpenAI)
Pferde zeigen anhand dieses Tests, dass sie äußerst intelligent sind. Zudem sind die Tiere hochsensibel und können feinste Signale ihrer Umwelt wahrnehmen. Sie haben ein ausgeprägtes Gespür für Stimmungen und werden genau deshalb in der tiergestützten Therapie eingesetzt. Viele Menschen profitieren von dem Kontakt zu Pferden. Wenn Sie mehr über die tiergestützte Therapie erfahren möchten, lesen Sie unser Interview mit Monika Morales, die diese therapeutische Möglichkeit vor allem Kindern und Jugendlichen anbietet.
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1 Baragli, P., Scopa, C., Maglieri, V. et al. If horses had toes: demonstrating mirror self recognition at group level in Equus caballus. Anim Cogn 24, 1099–1108 (2021). https://doi.org/10.1007/s10071-021-01502-7
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